
Gelber Augenfleckbuntbarsch
Cichla kelberi · Cichlidae
- Süßwasser
- Raubfische
- Mittel
- Größe
59 cm
- Gewicht
4,9 kg
Wo fangen
- Mündung
- See
- Fluss
Symbole der Lebensräume: Flaticon
Der Gelbe Pfauenbarsch ist ein kleinerer Raubcichlide aus dem Tocantins-Araguaia-Becken im zentralen Amazonasgebiet. Seine gelbgoldene bis grünliche Färbung und die dezenten Flankenflecken unterscheiden ihn von anderen Pfauenbarscharten; er überschreitet selten 45 cm Länge.
Kalender
In 2 Ländern nachgewiesen
Brasilien · Singapur
GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.
Erkennen
Das Merkmal, das den Gelben Augenfleckbuntbarsch benennt, ist eine Streuung kleiner heller Flecken auf den Bauchflossen, der Afterflosse und dem unteren Lappen der Schwanzflosse erwachsener Fische. Kein anderes Mitglied der Gattung trägt sie.
Das ist ein Glücksfall, denn sein übriges Aussehen stellt ihn in eine Dreiergruppe, die das Farbmuster überhaupt nicht trennt. Innerhalb dieser Gruppe helfen die Zählwerte ein wenig. Eine Seitenreihe zählt hier 76 bis 83 Schuppen, eine Spanne, die eine Schuppe unterhalb des Wertes endet, bei dem C. pleiozona anfängt, und die vierte Binde, die jene Art gewöhnlich zeigt, fehlt diesem hier meist.
Es entscheiden also die Flossen, und dafür müssen sie richtig zu sehen sein — gespreizt, nass und, wenn der Fisch zurückgesetzt wird, an einem Tier, das noch im Wasser liegt. Eine angelegte Bauchflosse vor dunkler Flanke zeigt nichts.
Gewässer
- Krautränder in Stauseen
- Flache Bereiche mit Vegetation
- Bachmündungen
- Versunkene Strukturen
Techniken
- Werfen und Einrollen entlang der Vegetation
- Oberflächenfischen mit Popper
- Leichtes Jigging
- Lebendköderangeln
Köder
- Oberflächenpopper
- Bunte Wobbler
- Leichte Jigs
- Lokale Lebendköder
- Gummifische (Shad)
So fängt man ihn
Geschlechtsreife bei 20,7 cm, weit unterhalb der Größe, ab der ein Fisch hier einen Angler zu interessieren beginnt. Die Folge gehört klar ausgesprochen: Was sich zu fangen lohnt, hat bereits abgelaicht, und der Bestand trägt seine Fortpflanzung nicht in den Größenklassen, die gefangen werden.
Nichts in der Akte beschreibt, wo er steht, was er jagt oder wann er laicht. Was man von der Gattung weiß — Alttiere, die andere Fische nehmen und kaum etwas sonst, die die flachen Ränder bejagen und auf oberflächennah geführte Köder reagieren —, bleibt der beste verfügbare Anhalt, und es ist ein Anhalt für Cichla und nicht für diese Art. Der Unterschied zählt, sobald der Anhalt versagt: Ein Schneidertag beweist hier nichts über den Fisch, sondern nur etwas über die geborgten Annahmen.
Vorschriften
Die jeweils gültige lokale Regelung beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangmengen).
Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.
Weitere Namen
In Brasilien tucunaré, im Englischen peacock bass — und damit hört der englische Name auf, eine Kuriosität zu sein, und wird zum praktischen Problem. Jede Art der Gattung hört darauf. Ein Fisch, der als peacock bass gemeldet wird, lässt sich keiner von ihnen zuordnen.
Dieser hier lässt sich immerhin über ein Foto klären, sofern Bauch- und Afterflosse im Bild und gespreizt sind. Sonst ist in der Gattung kaum etwas nach einem Bild zu bestimmen, und deshalb ist die Gewohnheit, einen Fisch flach auf der Seite und mit angelegten Flossen abzulichten, jedes Mal ein kleiner Verlust.
Quellen: fishbase.se · api.gbif.org