
Augenfleck-Kammbuntbarsch
Cichla ocellaris · Cichlidae
- Süßwasser
- Raubfische
- Mittel
- Größe
74 cm
- Gewicht
6,8 kg
- Wassertemp.
24–27 °C
Wo fangen
- Mündung
- See
- Fluss
Symbole der Lebensräume: Flaticon
Der Schmetterlingsbarsch ist einer der bekanntesten Raubcichliden Südamerikas, der in Nordamerika und Asien eingebürgert wurde. Sein länglicher Körper trägt drei deutliche Augenflecken an der Flanke und einen vierten an der Schwanzwurzel, typische Erkennungsmerkmale der Art.
Kalender
In 6 Ländern nachgewiesen
Brasilien · Französisch-Guayana · Kolumbien · Singapur · Taiwan · Vereinigte Staaten
GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.
Sein Verbreitungsgebiet
Drei Küsteneinzugsgebiete fassen alles: vom Marowijne, den sich Suriname und Französisch-Guayana teilen, westwärts bis zum Essequibo in Guyana.
Das ist ein guyanisches Areal und weit kleiner als das, was der Name den größten Teil des vergangenen Jahrhunderts nahegelegt hat. Cichla ocellaris diente quer über das Amazonasgebiet als Sammelbinom für die Pfauenbarsche, und es brauchte eine Revision der ganzen Gattung im Jahr 2006, die auf einen Schlag neun Arten benannte, um den Namen an diese drei Flüsse zurückzugeben. Was vor diesem Datum unter ihm veröffentlicht wurde, kann fast jede große Cichla betreffen.
Die verzeichneten Breiten reichen bis 26°N. Nichts in Südamerika liegt so weit nördlich: Die Angabe stammt aus Florida, wo der Fisch ausgesetzt wurde und wo er sich heute fortpflanzt.
Erkennen
Zwischen den Hauptbinden der Flanke sitzen zwei zusätzliche, im Gattungsschlüssel als 1a und 2a geführt. Vier Gattungsverwandte tragen dieses Paar, die übrigen nicht; dort beginnt die Bestimmung.
Von da an besteht die Arbeit aus Zählen und aus dem Vermerken von Fehlmerkmalen. Die Seitenlinie läuft ungebrochen vom Kopf bis zum Schwanz, während mehrere nahe Verwandte sie unterbrochen zeigen. Die Bezugsreihe hält 70 bis 80 Schuppen, ausnahmsweise 67 oder 82 — deutlich unter den 84 bis 93, die bei C. pleiozona gezählt werden. Unregelmäßige dunkle Flecken zeichnen den vorderen Bauch. Der Nacken trägt keine deutliche Binde oder eine zu schwache, um sie zu lesen.
Ein Alttier zeigt seine Querbinden weiterhin, und sie behalten vom Rücken bis zum Bauch ungefähr dieselbe Breite, statt oben breiter zu werden und unten auszulaufen. Ein Mal ist in jeder Größe beständig: ein augenförmig geringelter Fleck im oberen Teil der dritten Binde.
Der Jungfisch ist anzusehen wie ein anderer Fisch. Sein dunkles Längsband ist kurz und endet lange vor der Schwanzflosse, und dieses verkürzte Band teilt er mit einer Handvoll Gattungsverwandten und nicht mit der Gattung insgesamt.
Nichts davon gehört ans Flussufer. Schuppenreihen zählt man nicht an einem Fisch, den man über dem Wasser hält, und eine Cichla, die nach Augenmaß benannt wird, ist vorläufig benannt.
Fortpflanzung
Gelaicht wird das ganze Jahr hindurch, mit einem Höhepunkt zu Beginn der Regenzeit und einer Wiederholung etwa alle zwei Monate.
Der Platz ist ein flacher Stein im seichten Wasser, entweder von vornherein kahl oder vom Paar im Verlauf des Laichens von Algen freigeschrubbt. Der Rogner fährt vorwärts und legt eine einzelne Eireihe; der Milchner folgt dieser Reihe und gibt Samen darüber ab, Reihe um Reihe. Die Eier haften, messen 1,4 mm und schlüpfen bei 28 °C nach 78 Stunden.
Danach verlegt das Paar die Brut. Die geschlüpften Larven werden im Maul der Eltern in eine Grube getragen, die dafür ausgehoben wurde.
Die Ausbeute ist hoch — 9.000 bis 15.000 Eier je Kilogramm Fisch bei jedem Laichgang. Die Geschlechtsreife setzt ab 32 cm ein.
Das Wasser, das er braucht
Alttiere nutzen zwei Arten von Wasser — die Stromschnellen und ruhige Abschnitte mittlerer Tiefe über felsigem Grund, von etwa fünf Metern an abwärts.
Sie stehen außerdem im Schwarm, was bei einem Räuber dieser Größe festzuhalten ist, denn viele Fische, die 70 cm erreichen, jagen allein.
Das Temperaturband ist schmal, 24 bis 27 °C, und die Art verträgt Brackwasser. Diese Toleranz ist nicht der Anfang einer Wanderung: Der Fisch bleibt, wo er ist, und eine Bewegung seewärts ist nicht verzeichnet.
Gewässer
- Stausee-Ufer
- Wasserpflanzenzonen
- Zuflussmündungen
- Versunkene Strukturen
Techniken
- Werfen und Einrollen mit Wobblern
- Oberflächenfischen mit Popper
- Jigging
- Lebendköderangeln
Köder
- Silberne Wobbler
- Oberflächenpopper
- Bunte Jigs
- Lokale Lebendköder
- Blinker
Was er frisst
Kleine Fische, und sonst nichts. Die Unterlagen sind in dieser Ausschließlichkeit deutlich, was ungewöhnlich ist — die meisten Räuberspeisezettel führen einen Rand aus Insekten, Garnelen oder Brut mit.
Interessant sind die tatsächlich genannten Beutearten: Fadenflossenhering, Moskitofisch, Tilapia, Blauer Sonnenbarsch. Keine der vier ist südamerikanisch. Der aktenkundige Speisezettel wurde in Florida erhoben, in einer Fischgemeinschaft, die ganz aus eingeführten Arten zusammengesetzt ist, und er beschreibt, was ein verpflanzter Räuber dort vorfand, und nicht, was die Art im Marowijne frisst.
Dieser Appetit ist auch der Grund, warum sie trotz ihrer Haltung in Aquakultur als schlechter Kandidat für die Teichwirtschaft gilt.
So fängt man ihn
Stromschnellen und Fels, und ein Fisch, der in Gesellschaft unterwegs ist: Ein Biss bedeutet oft mehrere weitere in Wurfweite, und eine Gruppe, die auf einem Oberflächenköder zusammenläuft, ist das Verhalten, dessentwegen die Gattung befischt wird.
Ein Speisezettel aus nichts als Fisch entscheidet den Köder. Alles, was sich als kleiner Fisch liest, oben oder knapp darunter geführt, trifft das, was die Art jagt, und die Köder aus Wirbellosen, die andere Buntbarsche fangen, gehen an der Sache vorbei.
Die Elternphase kostet mehr, als es aussieht. Ein Paar, das Larven im Maul trägt, ist ein Paar, dessen Brut in dem Augenblick endet, in dem beide Fische das Wasser verlassen, und weil das ganze Jahr über gelaicht wird, gibt es keinen Monat, in dem das nicht geschehen kann.
Schutzstatus
Das natürliche Areal sind drei Flüsse. Einen vierten gibt es nicht und auch kein Rückzugsgebiet im Binnenland, das einen geschädigten aufwiegen könnte.
Der Druck, den aufzuschreiben sich lohnt, wirkt nach außen statt nach innen. In Florida ausgesetzt, hat sich die Art so gut etabliert, dass ihr dortiger Speisezettel es in die Literatur geschafft hat, und ein Räuber, der nur Fisch frisst und in eine Gemeinschaft fällt, die nie einen seinesgleichen beherbergt hat, zeichnet diese Gemeinschaft um. Die Unterlagen führen sie aus diesem Grund als möglichen Schädling.
Das zweite Problem war bibliografischer Art und hielt länger an. Solange jeder große amazonische Pfauenbarsch unter diesem Namen abgelegt wurde, sah die Art kontinental und unbehelligt aus. Ihre wirkliche Verbreitung — drei Küsteneinzugsgebiete zwischen Marowijne und Essequibo — wurde erst sichtbar, als man die Gattung auseinandernahm.
Vorschriften
Die jeweils gültige lokale Regelung beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangmengen).
Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.
Weitere Namen
Im Englischen peacock bass. Das Wort bass ist hier eine Fehlbenennung: Es handelt sich um Buntbarsche, die weder mit dem nordamerikanischen Micropterus noch mit den Barschen der gemäßigten Meere verwandt sind. Angler, die nach Südamerika reisen, begegnen dem Fisch in Brasilien als tucunaré, in Venezuela und Kolumbien als pavón.
Das Artepitheton bezieht sich auf augenförmige Zeichnungen. Nützlicher als seine Bedeutung ist seine Geschichte: Anderthalb Jahrhunderte lang beschrieb der Name einen Fisch aus den Guayanas und wurde dabei auf Fische angewandt, die einen halben Kontinent entfernt lebten.
Quellen: fishbase.se · api.gbif.org