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ArtenKnoten
Tiefwasser-Langschwanz-Schnapper
Foto: Piscary

Tiefwasser-Langschwanz-Schnapper

Etelis coruscans · Lutjanidae

  • Meer
  • Küstenmeer
  • Mittel
  • Größe

    50–120 cm

  • Gewicht

    1,7 kg

  • Lebensdauer

    20 Jahre

  • Tiefe

    45–400 m

Wo fangen

  • Riff
  • Felsküste

Symbole der Lebensräume: Flaticon

Der Flammen-Schnapper fällt durch seine extrem verlängerten Schwanzflossenlappen und seine gleichmäßig leuchtend rote Färbung auf, die sein Leben in Tiefen von 100 bis 400 Metern widerspiegelt. Dieser pelagisch-benthische Lutjanide der Riffhänge in Asien, Afrika und Ozeanien ist ein begehrter Zielfisch für Tiefwasserangler.

Kalender

In 10 Ländern nachgewiesen

Australien · China · Französisch-Polynesien · Japan · Mayotte · Neukaledonien · Réunion · Salomonen · Vereinigte Staaten · Wallis und Futuna

GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.

Sein Verbreitungsgebiet

Von Ostafrika ostwärts bis Hawaii, nordwärts bis ins Japanische Meer, südwärts bis Queensland, New South Wales und Lord Howe Island, dazu Nachweise von den Kermadecs nordöstlich Neuseelands und von den Marquesas. Das sind 29° Ost bis 139° West — 168 Längengrade, fast einmal rund um die Tropen.

Aufschlussreich sind die äußersten Ecken, und es sind lauter Inseln: Lord Howe, die Kermadecs, die Marquesas, vereinzelte Punkte mit sehr viel Tiefsee zwischen sich und allem anderen. Was jede von ihnen liefert, ist ein Hang. Eine Art, die an der Abbruchkante eines Kontinentalschelfs lebt, lebt auch an der Abbruchkante eines Unterwasserbergs oder einer jungen Vulkaninsel, und hat man das begriffen, sieht das Verbreitungsgebiet nicht mehr wie ein zusammenhängendes Gebiet aus, sondern wie eine Liste von Kanten.

Erkennen

Der obere Schwanzflossenlappen verlängert sich mit zunehmendem Wachstum stark. So steht es in der Diagnose, und die Formulierung ist genau: Das Merkmal ist nicht erst vorhanden und dann stärker vorhanden, es bildet sich heraus. Ein großer Fisch zieht einen Wimpel hinter sich her, der mit nichts anderem auf diesem Grund zu verwechseln ist. Ein kleiner hat eine gewöhnliche Gabelschwanzflosse und hilft damit nicht weiter.

Das Merkmal also, nach dem die Art in jeder Sprache benannt ist, gehört dem Fisch am Ende seines Wachstums — und nicht, wie der Abschnitt zum Angeln darlegt, dem Fisch, der gewöhnlich heraufkommt.

Zwei Merkmale taugen bei jeder Größe. Der Oberkieferknochen ist beschuppt, die Basen von Rücken- und Afterflosse sind es nicht. Dieses Paar zu prüfen dauert etwa fünf Sekunden und hängt weder davon ab, wie groß das Tier ist, noch davon, wie lange es tot ist. Der Augenabstand ist flach, und die Schuppenreihen über dem Rücken verlaufen parallel zur Seitenlinie.

Die Färbung ist einheitlich und durchgehend: tiefes Rosa bis Rot über Rücken und oberen Flanken, darunter Rosa, dazu rosa bis rote Flossen. Nirgends eine Binde, ein Punkt, ein Fleck. In den Tiefen, die dieser Fisch bewohnt, verschwindet Rot als erste Wellenlänge; ein einheitlich rotes Tier ist dort unten also so gut wie zeichnungslos — das Kleid wird erst an der Oberfläche, im Boot, zu einer Farbe.

Zählwerte: 10 Rückenstacheln und 11 Weichstrahlen, drei Afterstacheln und acht Strahlen.

Das Wasser, das er braucht

Felsgründe des Kontinentalschelfs und des Hangs, und benthopelagisch — der Fisch steht im Wasser über dem Relief, statt darin zu sitzen. An einer Abbruchkante heißt das: über der Kante und nicht in den Spalten, und ein Köder, der auf dem Grund liegt, fischt unter ihm hindurch.

Die Tiefenangaben sagen etwas, was die entsprechenden Angaben seiner Nachbarn nicht sagen. Die verzeichnete Spanne reicht von 45 bis 400 m, die übliche wird mit 90 bis 400 angegeben. Das als üblich beschriebene Band ist 310 m mächtig und reicht bis an das untere Ende der Spanne: Hier ist keine schmale ergiebige Schicht zu finden, und es gibt keine Tiefe, in der die Art aufhört, wahrscheinlich zu sein, bevor der Grund selbst aufhört.

Gewässer

  • Tiefe Riffhänge
  • Außensteilhänge
  • Unterwasserberge
  • Tiefe Hartgründe

Techniken

  • Tiefwasser-Jigging
  • Tiefgrundangeln mit Naturköder
  • Tiefschleppangeln
  • Lebendfischerei

Köder

  • Schwere Metalljigs
  • Tintenfische
  • Frische Fischstücke
  • Sardinen

Was er frisst

Kleine Fische, Tintenfische und Krebstiere.

Drei bewegliche Beuten, alle imstande wegzukommen, keine an den Grund gebunden. Das passt zur benthopelagischen Stellung: ein Tier, das im dunklen Wasser über dem Relief jagt, und jeder Posten seiner Liste muss erst geortet und dann gefangen werden. Nichts davon wird von einem Felsen abgelesen.

So fängt man ihn

Schwere Handleine oder Grundlangleine, über einem mit dem Echolot gefundenen Relief, überall ab 90 m abwärts. Die Art ist wirtschaftlich bedeutend, wird beangelt und gelegentlich als Köder verwendet; ihr Fleisch gilt als hochwertig.

Entscheidend ist ein Paar von Längen, die nicht zusammenkommen. Die erste Reife wird mit 66,3 cm angegeben, mit Beobachtungen ab 52 cm. Der gewöhnliche Fang misst 50 cm Standardlänge. Beide werden nicht auf dieselbe Weise gemessen und sind nicht streng vergleichbar, doch der Abstand ist viel zu groß, als dass die Umrechnung ihn schließen könnte: Der Fisch, den diese Fischerei gewöhnlich anlandet, hat nicht abgelaicht.

Sortieren an der Reling ändert daran nichts. Ein Schnapper, den man aus 200 m heraufholt, hat den Druckabfall längst hinter sich, ehe die Leine zur Hälfte eingeholt ist; ihn wieder über Bord zu geben ist eine Geste, an deren Ende kein Fisch steht. Auch das flache Ende der Spanne zu befischen steht nicht offen, denn die Spanne hat eigentlich keines — das als üblich beschriebene Band beginnt bei 90 m und geht von dort nach unten. Was an Wahl bleibt, ist zu treffen, bevor das Blei über Bord geht: der Grund, die Größe der Haken und die Frage, wie oft an diesem Tag überhaupt abgelassen wird.

Die Schwanzflossen sind die einzige Rückmeldung, die zur Verfügung steht. Ein Fisch ohne verlängerten oberen Lappen ist ein junger Fisch; eine Reihe gewöhnlicher Gabelschwänze an Deck ist also eine Aussage darüber, was dieses Stück Grund gerade hervorbringt. Sie kommt zu spät, um dem einzelnen Fisch zu helfen, und genau deshalb ist sie als Auskunft darüber zu lesen, wo zu fischen ist, und nicht als Frage danach, was zurückzusetzen wäre.

Schutzstatus

Zwanzig Jahre verzeichnete Lebensdauer, Reife bei 66,3 cm, ein Zuhause am tiefen Hang und eine als wirtschaftlich bedeutend eingestufte Fischerei. Vier Einträge, die alle in dieselbe Richtung weisen: ein Bestand, der auf alles, was man mit ihm tut, langsam reagiert — in beide Richtungen.

Das eigentliche Problem ist der Abstand zwischen der gewöhnlich angelandeten Größe und der Größe bei der ersten Laichzeit, und er wiegt deshalb, weil ihn kein Umgang an Bord schließen kann. In einer Flachwasserfischerei geht ein Fisch unterhalb des brauchbaren Maßes zurück, und der Bestand behält ihn. Hier geht der Fisch unterhalb des brauchbaren Maßes nicht zurück, weil er es nicht kann. Was diesen Bestand auffüllt, ist der Anteil, der dem Gerät überhaupt nie begegnet, und dieser Anteil bestimmt sich danach, wo und wie viel die Flotte fischt, und nicht danach, was nach dem Biss entschieden wird.

Eine zweite, stillere Schwierigkeit steckt in den Aufzeichnungen selbst. Frühere Autoren haben den Namen Etelis carbunculus fälschlich auf diese Art angewandt. Zwei rote Schnapper des Hangs, beide vermarktet, beide in denselben Archipelen vorhanden, wurden im älteren Schrifttum nicht verlässlich getrennt — und einen Namen zu berichtigen teilt eine Tonnage nicht nachträglich auf. Eine Fangreihe, die beide umfasst, lässt sich nicht fragen, welcher von beiden zurückgegangen ist, und bei einem Tier von zwanzig Jahren bräuchte die Antwort darauf eine Generation, um sichtbar zu werden, selbst wenn die Daten sauber wären.

Vorschriften

Die geltenden örtlichen Vorschriften beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangquoten).

Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.

Weitere Namen

Jeder der sechs Namen, die dieser Katalog führt, zielt auf die Schwanzflosse: deepwater longtail red snapper im Englischen und derselbe Gedanke im Französischen, Spanischen, Deutschen, Italienischen und Portugiesischen, jede Sprache buchstabiert den langen Schwanz mit ihren eigenen Wörtern aus. Sechs von sechs, auf ein einziges Merkmal.

Das Merkmal gehört großen Fischen. Es bildet sich mit dem Wachstum heraus; ein Name, auf den sich alle geeinigt haben, beschreibt also ein Tier, das eine Fischerei, die Exemplare von 50 cm anlandet, meist gar nicht zu sehen bekommt. Es ist ein Name, den Leute geprägt haben, die auf den besten Fisch ihres Lebens blickten, und am gewöhnlichen Fisch ist er nahezu unbrauchbar.

Hawaii, wo die Tiefwasser-Schnapperfischerei am längsten besteht, nennt ihn onaga, aus dem Japanischen entlehnt — und auch dieses Wort sagt langer Schwanz. Der eine Name, der aus einer Fischereikultur und nicht aus einem Katalog stammt, ist auf demselben Weg beim selben Merkmal angekommen.

Coruscans heißt blitzend oder funkelnd, und das tut ein roter Fisch im Licht an Deck und nicht in 300 m Tiefe.

Quellen: fishbase.se · api.gbif.org

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