
Hahnenbarsch
Nematistius pectoralis · Nematistiidae
- Meer
- Küstenmeer
- Schwer
- Größe
60–163 cm
- Gewicht
2,5–52 kg
Wo fangen
- Mündung
- Strand
Symbole der Lebensräume: Flaticon
Kräftiger küstennaher Raubfisch des östlichen Pazifiks, erkennbar an seinem hohen Rückenkamm aus sieben langen, kammartigen Stacheln, die an den Kamm eines Hahns erinnern.
Kalender
Sein Verbreitungsgebiet
Der östliche Pazifik, von Peru im Süden bis Baja California im Norden, die Galápagosinseln eingeschlossen, mit den nördlichsten Nachweisen bis San Clemente im Süden Kaliforniens.
Dieses nördliche Ende liest sich eher als Übergang denn als Linie. Der Eintrag nennt das Vorkommen nördlich von Baja California selten, nicht abwesend – das Kennzeichen einer Temperaturgrenze und nicht einer Barriere. Nichts hindert den Fisch daran, weiter die Küste hinaufzuziehen; das Wasser hört einfach auf, ihm zuzusagen, und einige ziehen trotzdem hinauf.
Erkennen
Der Kamm ist der Anfang, mehr braucht es nicht. Die Beschreibung des Katalogs nennt sieben lange, kammartige Stacheln, die sich am Rücken aufrichten wie der Kamm eines Hahns – und genau dieses Merkmal hat dem Fisch in jeder Sprache seinen Namen gegeben.
Dann kommt die Lücke. Die englische Referenzquelle zu dieser Art enthält überhaupt keinen Abschnitt zur Morphologie – keine Flossenstrahlen, keine Proportionen, keine Schuppenreihen, keine Farbbeschreibung. Für ein derart unverwechselbares und stark befischtes Tier ist diese Leere auffällig, und sie erklärt sich vermutlich aus demselben Grund, der den Kamm genügen lässt: Ein Fisch, den niemand mit einem anderen verwechselt, hat nie eine enge Diagnose gebraucht.
Die Systematik sagt es noch nüchterner. Er ist keine Stachelmakrele. Er steht allein in der Familie Nematistiidae, die der Katalog mit keinem weiteren Vertreter teilt. Es gibt keinen Bestimmungsschlüssel abzuarbeiten und keinen Verwandten auszuschließen – was am Ende die am besten gesicherte Aussage bleibt, die sich über diesen Fisch treffen lässt.
Das Wasser, das er braucht
Das gesamte Leben spielt sich in einem wenige Hundert Meter breiten Streifen ab. Die Altfische halten sich im flachen Küstenwasser auf und suchen die Sandstrände; die Jungfische leben in Gezeitentümpeln.
Ein Gezeitentümpel ist ein hartes Pflaster für einen Fisch. Das Volumen ist winzig, die Temperatur steigt im Verlauf eines Nachmittags, der Salzgehalt schwankt mit Verdunstung und Regen, und bei Niedrigwasser ist der Tümpel von allem abgeschnitten. Der Nachwuchs einer Art, die später über einen Meter lang wird, beginnt in ein paar Dutzend Litern Wasser. Auch der erwachsene Fisch entfernt sich kaum: Er arbeitet die Brandung desselben Strandes ab.
Gewässer
- Baja California (Mexiko)
- Pazifikküste von Costa Rica
- Panama
- Ecuador
- Peru
Techniken
- Angeln mit Oberflächenködern (Popper)
- Brandungsangeln vom Ufer (Surfcasting)
- Angeln mit Lebködern
- Fliegenfischen
- Langsames küstennahes Schleppangeln
Köder und Kunstköder
- Lebende Meeräsche
- Lebende Sardine
- Oberflächen-Popper
- Stickbaits
- Voluminöse Streamer
So fängt man ihn
Er wird vom Ufer aus befischt, und das folgt aus der Biologie, nicht aus einer Vorliebe fürs Uferangeln. Es gibt keinen Grund, für ein Tier, das in der Brandung lebt, aufs offene Meer hinauszufahren. Sandstrände und der flache Küstensaum sind das Gewässer, ein anderes gibt es nicht.
Die übliche Länge liegt bei 60 cm, und die Fische, die den Ruf der Art begründet haben, liegen weit darüber. Die Spanne zwischen dem gewöhnlichen und dem außergewöhnlichen Tier ist es, worum es bei dieser Fischerei geht.
Zwei Fischereien teilen sich denselben Sandstreifen. Die eine ist lokal und liefert Fisch für den frischen Verkauf, die andere ist eine Sportfischerei. Sie nutzen unterschiedliches Gerät und verfolgen unterschiedliche Absichten, bearbeiten aber denselben Strand, dieselbe Tiefe und dieselben Altersklassen. Das ist der einzige belegte Druck auf die Art, und er konzentriert sich auf wenige Hundert Meter Küstenlinie.
Vorschriften
In der Sportfischerei überwiegend als Catch-and-Release bewirtschaftet; je nach örtlicher Regelung.
Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.
Weitere Namen
Sechs Sprachen haben auf diesen Fisch geblickt, und alle sechs haben einen Hofvogel darin gesehen: roosterfish im Englischen, poisson coq im Französischen, pez gallo im Spanischen, im Deutschen der Hahnenbarsch, pesce gallo im Italienischen, peixe-galo-do-pacífico im brasilianischen Portugiesisch. Keine einzige nennt eine Farbe, eine Größe oder einen Lebensraum. Jede beschreibt einen aufgerichteten Kamm.
Der wissenschaftliche Name macht dieselbe Beobachtung auf Griechisch und Latein: Nematistius baut auf nêma, Faden, und pectoralis verweist auf die Brustflossen.
Die Schwierigkeit beginnt, wenn der Name reist. Schlicht peixe-galo, ohne den Zusatz, den diese Art trägt, ist in diesem Katalog der brasilianisch-portugiesische Name des Petersfischs, eines Fisches einer anderen Ordnung in einem anderen Ozean. Das Spanische trägt das Risiko, dem das Portugiesische dieses Katalogs entgangen ist, noch immer: schlichtes pez gallo bezeichnet diesen Fisch, pez gallo de dos manchas gehört zu einer Stachelmakrele des Indopazifiks, und schlicht gallo bezeichnet im Spanischen einen europäischen Plattfisch. Jeder dieser Fälle ist jemand, der einen Kamm oder einen Hahn in einem anderen Tier gesehen hat. Ein Angelbericht, der pez gallo ohne Angabe der Küste nennt, hat gar nichts identifiziert.
Quellen: api.gbif.org