ArtenKnoten
Pickhandle-Barrakuda
Foto: Piscary

Pickhandle-Barrakuda

Sphyraena jello · Sphyraenidae

  • Meer
  • Küstenmeer
  • Mittel
  • Größe

    120–150 cm

  • Gewicht

    8,5–12 kg

  • Tiefe

    20–200 m

Wo fangen

  • Riff
  • Felsküste
  • Hohe See

Symbole der Lebensräume: Flaticon

Der Jello-Barrakuda ist eine robuste tropische Art mit silbrigen Flanken, die von dunklen schrägen Bändern gezeichnet sind, typisch für die Sphyraenidae des Indo-Pazifiks. Sein gestreckter Körper und die reißzahnartigen Zähne machen ihn zu einem gefürchteten Jäger an Rifffronten und flachen Küstengewässern.

Kalender

In 16 Ländern nachgewiesen

Australien · China · Fidschi · Indien · Indonesien · Japan · Kenia · Malaysia · Mosambik · Neukaledonien · Papua-Neuguinea · Philippinen · Singapur · Südafrika · Taiwan · Thailand

GBIF-Nachweise, heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.

Sein Verbreitungsgebiet

Das bekannte Verbreitungsgebiet reicht vom Roten Meer südwärts bis zur südöstlichen Küste Südafrikas und ostwärts bis Neukaledonien und Vanuatu, mit einer jüngeren Meldung aus Tonga.

Diese Liste ist mit Vorbehalt zu lesen, und die Quelle sagt das ausdrücklich: Die genauen Grenzen bleiben unsicher, weil die Art lange mit zwei Nachbarn verwechselt wurde, dem Sägezahn-Barrakuda und Sphyraena qenie. Das ist keine Spitzfindigkeit für Fachleute. Jede veröffentlichte Karte für eine der drei Arten enthält vermutlich Nachweise, die den beiden anderen gehören, und ein einem älteren Atlas entnommener Fundort ist ohne erneute Prüfung des zugrunde liegenden Exemplars wenig wert.

Ozeanodrome Wanderungen verschärfen das Problem. Der Fisch legt im Meer Strecken zurück, manchmal über weite Distanzen, sodass ein verzeichnetes Vorkommen keine Standorttreue bedeutet.

Erkennen

Jeder dunkle Querstreifen überquert die Seitenlinie, statt an ihr zu enden, und jeder knickt auf dem Weg nach unten ab. In der oberen Körperhälfte neigt sich der Streifen deutlich; in der unteren richtet er sich auf, bis er fast senkrecht steht. Dieser Knick ist das Merkmal, nach dem zuerst zu suchen ist, und er scheidet jeden Barrakuda aus, dessen Streifen an der Seitenlinie enden.

Die Schwanzflosse ist größtenteils gelblich. In einer Gattung, in der der Schwanz meist schwarz oder dunkel ist, ist diese Farbe unterscheidend, und sie hält sich an einem frisch gelandeten Fisch lange genug, um verwendbar zu sein.

Der Körper ist im Querschnitt oval statt seitlich abgeflacht. Das Detail klingt nach wenig und ist in der Hand doch offensichtlich: Der Fisch rollt unter den Fingern, statt zwei flache Seiten zu bieten.

Sechs Rückenflossenstacheln, neun Weichstrahlen, zwei Afterflossenstacheln, sieben bis neun Strahlen.

Das Wasser, das er braucht

Die Art sucht strömungsumspülte Riffe, ob Außenriffe oder exponierte Lagunenränder. Die Strömung ist die Bedingung, nicht das Riff: Sie ist es, die Nahrung an einem Kamm oder in einem Pass konzentriert.

Sie nutzt auch Lebensräume, die dem scheinbar widersprechen – Buchten, Ästuare und trübe innere Lagunen. Die Toleranz gegenüber brackigem, sedimentbelastetem Wasser ist hier real und erweitert das Suchgebiet erheblich.

Die Tiefe beginnt bei 20 m und reicht bis 200, wobei sich das meiste Geschehen oberhalb von 60 abspielt. Die untere Grenze von 20 Metern ist dabei das Bemerkenswerte: Das ist kein Fisch der seichten Flachwasserzone.

Gewässer

  • Riffpässe
  • Küstenvorsprünge und Steilhänge
  • Auftriebszonen
  • Offene Flachwasserbereiche

Techniken

  • Schnelle Oberflächenköder
  • Vertikales Jigging
  • Küstenschleppangeln
  • Lebendfischerei

Köder und Kunstköder

  • Lebende Silberfische
  • Oberflächenköder
  • Verchromte Blinker
  • Tintenfische

Was er frisst

Fische machen den Großteil der Ernährung aus, Tintenfische kommen als zweiter Posten hinzu.

Der Kopffüßer-Anteil passt zum Grund, den die Art besetzt. Pässe und exponierte Kämme sind genau dort, wo Tintenfische aufsteigen und mit der Strömung treiben, sodass die beiden Posten auf der Speisekarte aus demselben Wasser stammen und nicht aus unterschiedlichen Gewohnheiten.

So fängt man ihn

Die Strömung wählt den Platz. Eine umspülte Riffkante, ein Pass, der eine Lagune entwässert, eine Stelle, an der sich das Wasser beschleunigt: Dort hält sich der Fisch auf, und der Stand der Tide bestimmt den Zeitpunkt weit mehr als die Tageszeit.

Ausgewachsene Tiere sind tagaktiv und leben einzeln. Die Jungfische dagegen sammeln sich in Schwärmen. Diese Verhaltensteilung nach Alter bedeutet, dass ein Schwarm dieser Art ein Schwarm kleiner Fische ist – wer einen großen sucht, muss den Schwarm verlassen, statt ihm zu folgen.

Der Umriss lässt den Drill erahnen. Eine übliche Länge von 120 cm bei einem Körper, der für sein Maß leicht bleibt: Das ist ein langer, dünner Fisch, dessen Kraft in der Beschleunigung liegt und nicht in der Masse.

Was Ciguatera betrifft, sind die vorhandenen Erwähnungen für diese Art unbestätigt. Die oben beschriebene taxonomische Verwechslung ist vermutlich Teil des Grundes, denn ein unter diesem Namen gemeldeter Fall könnte einen der beiden Nachbarn betroffen haben. Da nichts in die eine oder andere Richtung geklärt ist, gilt die übliche Vorsicht gegenüber großen tropischen Riffräubern, und die Auskunft wird vor Ort eingeholt.

Schutzstatus

Eine Art, deren Verbreitungsgebiet sich nicht zeichnen lässt, ist eine Art, deren Bestand sich nicht messen lässt. Das ist hier die zentrale Schwierigkeit: Unter diesem Namen erfasste Anlandungen umfassen drei verschiedene Fische über einen Teil des Indopazifiks, und im Nachhinein lässt sich nichts davon entwirren.

Die kommerzielle Fischerei ist deswegen nicht unbedeutend, und der Fisch wird frisch, gefroren oder gesalzen verkauft. Die Referenzbewertung vom August 2023 ist aktuell – doch sie gilt für eine Einheit, deren Grenzen noch zur Diskussion stehen.

Vorschriften

Die geltenden örtlichen Vorschriften beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangquoten).

Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.

Weitere Namen

Pickhandle barracuda im Englischen, und der Name beschreibt die geknickten Streifen an der Flanke, verglichen mit dem Stiel einer Spitzhacke. Das ist einer der wenigen gebräuchlichen Namen, der ein wirklich nützliches Bestimmungsmerkmal bewahrt.

Das Französische hat keinen etablierten Trivialnamen und greift auf das wissenschaftliche Artepitheton zurück. Wo die drei verwechselten Arten gemeinsam vorkommen, deckt der örtliche Name vermutlich alle drei undifferenziert ab, und genau so sind die Nachweise überhaupt erst durcheinandergeraten.

Quellen: api.gbif.org

Verwandte Arten