
Rotbrust-Tilapia
Coptodon rendalli · Cichlidae
- Süßwasser
- Andere
- Mittel
- Größe
45 cm
- Gewicht
2,5 kg
- Lebensdauer
7 Jahre
- Wassertemp.
24–28 °C
- Tiefe
3–8 m
Wo fangen
- See
- Fluss
Symbole der Lebensräume: Flaticon
Afrikanischer Buntbarsch mit ovalem, seitlich abgeflachtem Körper, erkennbar an der rötlichen Brust und dem rötlichen Bauch sowie an den silbrigen, grünlich schimmernden Flanken.
Kalender
In 21 Ländern nachgewiesen
Angola · Argentinien · Botsuana · Brasilien · Eswatini · Kenia · Kolumbien · Malawi · Mexiko · Mosambik · Namibia · Puerto Rico · Ruanda · Sambia · Simbabwe · Südafrika · Tansania · Tschad · Uganda · Vereinigte Staaten · Wallis und Futuna
GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.
Sein Verbreitungsgebiet
Die Hälfte dieses Verbreitungsgebiets haben Menschen ausgesucht, und die Quelle nennt den Grund.
Der heimische Teil reicht vom mittleren Kongo — dem Einzugsgebiet des Kasai und dem Land zwischen Lomami und Kisangani — bis zum oberen Lualaba und in die Region von Bangweulu. Er umfasst den Malawisee, den Sambesi, den Küstenstreifen vom Sambesidelta hinab bis Natal, den Okavango, den Cunene, den Limpopo, den Malagarasi und den Tanganjikasee, dazu Cuanza und Catumbela in Angola.
In den Kivusee gelangte er durch Ausbruch aus Fischteichen, eine Einbürgerung, die niemand beschlossen hat. Anderswo wurde er mit Absicht ausgesetzt, und die angegebenen Zwecke waren Krautbekämpfung und Aquakultur. Mehrere Länder melden nach seiner Ankunft nachteilige ökologische Wirkungen.
Erkennen
Die veröffentlichte Diagnose beginnt mit einem Eingeständnis: Diese Art ist von Coptodon zillii nur sehr schwer zu trennen. Dann gibt sie her, was sie hat, und weil sie den Gegensatz selbst benennt, steckt der Vergleich in den Daten und ist nicht aus ihnen erschlossen.
Der Rotbrust-Tilapia hat meist das steilere Kopfprofil von beiden und die schwächer ausgeprägten Querbinden. In Ostafrika ist seine Schwanzflosse oft in einen bräunlichen oberen und einen gelblichen unteren Teil geteilt, während die von C. zillii einheitlich gefärbt und gefleckt ist. Kopfprofil und Schwanz: Mehr an Unterscheidung im Gelände gibt dieses Paar nicht her.
Für sich genommen ist er ein großer, hochrückiger Fisch mit steiler Stirn, schmalem Kopf und kleinem Maul. Die übliche Färbung ist bräunlich mit weißem Bauch, wobei einzelne Tiere einen leuchtend roten tragen. Die Geschlechter sehen gleich aus, die Männchen werden lediglich größer. Zählwerte: 15 bis 17 Hartstrahlen in der Rückenflosse, 10 bis 13 Weichstrahlen, drei Hartstrahlen in der Afterflosse, neun oder 10 Weichstrahlen darin und 29 Wirbel.
Fortpflanzung
Manche Bestände dieses Fisches graben, und zwar richtig.
Das Grundmuster ist das Ablaichen auf dem Substrat. Ein Paar findet sich, hebt im Schlamm eine kreisrunde Grube mit steilen Wänden aus, und beide Fische bewachen dann die Eier und danach die Jungen. Der Platz wird an einem Hang gewählt, nahe dem Vegetationssaum des Ufers, und das Nest selbst entsteht im flachen Wasser.
Dann kommt die Abweichung. Die Art laicht gelegentlich in großen höhlenartigen Gebilden, und im Malawisee soll sie an manchen Stellen ein Netz von Gängen ausheben. Der Unterschied zwischen beidem ist kein gradueller. Eine Grube ist eine Mulde, die ein Fisch verteidigen kann, indem er darüber steht; ein Gangnetz ist Baukunst, und es heißt, dass das Gelege an einen Ort mit einem Dach darüber kommt und mit einem Zugang, den immer nur ein Tier zugleich benutzen kann.
Die erste Reife tritt bei 17,7 cm ein, gegen eine gemeldete Lebensdauer von sieben Jahren. Ein Fisch, der bei dieser Größe zu laichen beginnt und so lange lebt, baut eine ganze Reihe solcher Nester, und das sollte man wissen, bevor man eines davon für entbehrlich hält.
Das Wasser, das er braucht
Erwachsene wollen ruhiges, gut bewachsenes Wasser: Uferzonen von Flüssen, Altwasser, Überschwemmungsebenen und Sümpfe, in Tiefen von drei bis acht Metern. Sie bilden Schwärme und sind vorwiegend bei Tageslicht aktiv.
Bemerkenswert ist die Spannweite. Die Art hält zwischen acht und 41 °C aus und über einen weiten Bereich von Salzgehalten hinweg. Dreiunddreißig Grad Wärmespanne sind es, die ein und demselben Tier den Kongo und Natal zugleich öffnen — und sie machen es ebenso zum Anwärter auf jedes warme oder gemäßigte Gewässer, in das man es zu setzen beschließt.
Gewässer
- Bewachsene Ufer
- Sumpfgebiete
- Ruhige Flussabschnitte
- Altwasser
Techniken
- Englische Methode
- Feeder
- Stippfischen
- Leichte Pose
Köder
- Algen
- Pflanzenfragmente
- Weißbrot
- Süßmais
- Pflanzenpellets
Was er frisst
Die Jungfische leben von Plankton. Die erwachsenen fressen Blätter und Stängel untergetauchter Pflanzen, dazu Algen und pflanzlichen Detritus, und die Rubrik setzt Insekten und Krebstiere mit auf die Liste der erwachsenen.
Der ausgewachsene Fisch nimmt also eine pflanzliche Ration mit tierischem Rand. Das erweitert, was ihn anzieht, ohne zu verschieben, wo er frisst: Alles davon, Pflanze wie Tier, kommt aus dem Kraut.
So fängt man ihn
Einen Fisch, der Blätter und Stängel frisst, beangelt man mit pflanzlichen Ködern, im Kraut und nicht daneben, und zu keinem Zeitpunkt mit Kunstködern. Pose, Stipprute und Feeder mit pflanzlichem Grundfutter decken die Sache vollständig ab.
Das Schwarmverhalten ändert die Rechnung. Ein gefundener Schwarm ist ein ganzer Ansitz und kein einzelner Fisch, was umgekehrt heißt, dass man einen unergiebigen Uferabschnitt besser rasch aufgibt, statt ihn geduldig auszufischen.
Die Tagaktivität verlegt die Mühe in die Mitte des Tages, was ungewöhnlich genug ist, um es auszusprechen.
Und das Nest liegt im flachen Wasser, mit beiden Eltern darüber. Das macht ein laichendes Paar auffällig und angriffslustig, und es macht die Entnahme eines der beiden teuer für das, was in der Grube liegt.
Schutzstatus
In ihrem eigenen Gebiet ist die Art weit verbreitet und trägt Fischereien; das interessante Problem ist, was geschieht, wenn man sie versetzt.
Der Mechanismus ist weder Konkurrenz noch Fraßdruck. Ein großer Weidegänger, den man in ein Gewässer entlässt, räumt die untergetauchte Vegetation ab, und diese Vegetation war das Laichsubstrat und die Deckung, auf die der Rest der Lebensgemeinschaft angewiesen war. Der Schaden kommt auf Umwegen und überlebt den Fisch, der ihn angerichtet hat: Ein eingesetzter Räuber frisst einen Bestand, ein eingesetzter Weidegänger nimmt den Ort weg, an dem der Bestand gelebt hat.
Das Unangenehme daran ist, dass genau das die Absicht war. Einem Fisch, den man in einen See setzt, damit er das Kraut räumt, kann man das Räumen des Krauts nicht vorwerfen — der Fehler lag vor dem Fisch, darin, das Kraut für das Problem zu halten.
Vorschriften
Die örtlich geltenden Vorschriften beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangquoten).
Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.
Weitere Namen
Redbreast tilapia heißt er im Englischen, und redbelly tilapia gehört Coptodon zillii. Ein Wort Unterschied für zwei Fische, die ihre eigenen Diagnosen als nur sehr schwer trennbar beschreiben: Bei einem Fang, der unter einem der beiden Namen gemeldet wird, müssen Kopfprofil und Schwanz geprüft werden, bevor der Name überhaupt eine Auskunft trägt.
Rendall's tilapia ist der andere englische Gebrauch, nach dem Mann, an den das Epitheton erinnert.
Wie sein Gattungsverwandter stand auch er unter Tilapia, bis die Gattung geteilt wurde, und so führt ihn ein großer Teil der Literatur als Tilapia rendalli und wird das weiterhin tun.
Quellen: fishbase.se · api.gbif.org