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ArtenKnoten
Wald-Schlangenkopf
Foto: Piscary

Wald-Schlangenkopf

Channa lucius · Channidae

  • Süßwasser
  • Raubfische
  • Mittel
  • Größe

    53 cm

  • Wassertemp.

    22–26 °C

Wo fangen

  • Teich
  • Fluss

Symbole der Lebensräume: Flaticon

Der Wald-Schlangenkopf ist ein mittelgroßer Schlangenkopf der tropischen Süßgewässer Südostasiens, gekennzeichnet durch einen langgestreckten Körper mit grünlichen oder olivfarbenen Flanken und einer auffällig gefärbten Afterflosse. Als opportunistischer Räuber ernährt er sich hauptsächlich von Fischen, Garnelen und Krabben in Waldbächen und Sumpfgebieten.

Kalender

In 9 Ländern nachgewiesen

Brunei Darussalam · Indonesien · Kambodscha · Laos · Malaysia · Myanmar · Singapur · Thailand · Vietnam

GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.

Erkennen

Das Muster wechselt zwischen Jungfisch und Alttier die Art, und wer beide Zustände kennt, vermeidet einen Bestimmungsfehler. Ein junger Fisch trägt zwei ununterbrochene schwarze Bänder, die von der Schnauzenspitze bis in die Mitte der Schwanzflosse laufen, eines im oberen, eines im unteren Teil des Körpers. Das Wachstum zerlegt sie: Sie lösen sich in fünf bis neun aufgereihte schwarze Flecken auf, und dem ausgewachsenen Tier bleibt von den Linien gar nichts.

Ein Merkmal bewegt sich nicht, und es ist das entscheidende. Die Kehle trägt auf der Gularregion ein Schuppenfeld, wo die übrigen Arten der Gattung nackt sind. Ein Finger findet es eher als das Auge.

Den Bauch queren schräge Binden. Zwischen der Seitenlinie und der Basis der vorderen Rückenflossenstrahlen liegen fünf Schuppenreihen, die Rückenflosse hat 37 bis 41 Weichstrahlen, die Afterflosse 25 bis 30, und die Wirbelzahl liegt bei 43 bis 48.

Das Wasser, das er braucht

Das ist der Fisch der Waldbäche, und das Beiwort verdient seinen Platz. Er besetzt langsame Wasserläufe, ruhige Flüsse, Seen, Teiche und Sümpfe, häufig aber ist er unter Deckung — in beschattetem Wasser, das das Kronendach kühlt und das Falllaub färbt.

Zwei bauliche Elemente kehren überall wieder, wo er auftaucht: dichter Pflanzenwuchs im Wasser und versunkenes Holz. Ein quer über den Bach gestürzter Baum, ein Gewirr überfluteter Wurzeln, eine mit totem Laub ausgelegte Sohle sind diesem Tier mehr wert als jede Wassertiefe.

Sein Temperaturfenster ist schmal, 22 bis 26 Grad, und es erklärt, warum die Art den feuchten Tropengürtel nicht verlässt. Wo ihre Verwandten eine erhebliche Spanne vertragen, ist sie selbst in vier Grad eingesperrt.

Er bewegt sich außerdem innerhalb des Süßwassernetzes, ohne es je zu verlassen: Hochwasser und fallende Pegel verteilen die Tiere zwischen dem Hauptbett, den überfluteten Seitenarmen und den Tümpeln im Wald immer wieder neu.

Gewässer

  • Torfmoorsümpfe im Regenwald
  • Schattige Bäche mit saurem Wasser
  • Laubbeschichtete Waldtümpel
  • Altarme und überflutete Waldkanäle

Techniken

  • Ultra-Light-Angeln mit kleinen Gummiködern
  • Lebendfischen mit Garnelen
  • Wurfangeln an Vegetationskanten
  • Lebendfischfischen mit kleinen Ködern

Köder

  • Lebende Garnelen
  • Kleine Lebendköder (Fische)
  • Süßwasserkrebse
  • Kleine Gummiköder
  • Regenwürmer

Was er frisst

Zehnfußkrebse wiegen in seiner Ernährung schwer, und das trennt ihn deutlich von seinen fischfressenden Verwandten. Er nimmt Fische, in vergleichbarer Menge aber auch Großgarnelen und Krabben, etwas seltener kleinere Garnelen.

Ein Räuber, der einen solchen Anteil an Krebstieren frisst, sucht den Grund und das Holz ab, statt durch freies Wasser zu hetzen. Falllaub und Haufen versunkener Äste sind die Vorratskammern der Süßwasserkrabben und -garnelen, und der Fisch steht dort, weil sie dort sind.

So fängt man ihn

Der Köder folgt aus der Nahrung, und damit ist fast alles gesagt. Eine lebende Garnele oder ein kleiner Süßwasserkrebs, dicht am Holz angeboten, schlägt bei einer Art, die die Hälfte ihrer Nahrung unter den Krebstieren des Grundes findet, jede Fischimitation.

Der Maßstab folgt aus der Größe. Nach dem Maß der Gattung ist das ein bescheidener Schlangenkopf, und das Gerät geht entsprechend herunter: kleine Gummiköder, feine Haken, dünne Schnur. Montagen, die für die Riesenarten geschnitten sind, haben hier nichts zu suchen.

Der Platz folgt aus der Deckung. Eine Krautkante, ein überfluteter Baumstumpf, ein Asthaufen unter einem beschatteten Ufer: Suchen heißt, von einem Hindernis zum nächsten zu gehen, statt freies Wasser abzufischen. Ein drei Meter breiter Waldbach kann mehrere Fische beherbergen, verteilt auf ebenso viele Verstecke.

Der Fisch kommt frisch und häufig lebend auf den Markt, und das sagt einem Angler etwas Praktisches — ein Exemplar im Eimer oder in der Hälterung braucht nicht die Sorgfalt, die ein Barschartiger oder ein Karpfenfisch derselben Größe verlangen würde.

Vorschriften

Die jeweils gültige lokale Regelung beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangquoten).

Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.

Weitere Namen

Das Englische hat zwei Namen für diesen Fisch, und sie widersprechen einander. Forest snakehead beschreibt seinen Lebensraum genau, und es ist der Name, den die Feldliteratur führt. Javanese snakehead, ebenfalls geläufig, nennt eine einzige Insel; die Karte oben zeigt, wie viel vom Areal damit unter den Tisch fällt, und eine Quelle, die den einen der beiden Namen benutzt, hat ihre Verbreitungsangaben womöglich unter dem anderen zusammengetragen.

In ganz Südostasien fällt der Fisch unter örtliche Namen, die die ganze Gruppe abdecken, ohne die Arten zu trennen, und unter diesen Namen wird er verkauft, nicht unter einem eigenen.

Das lateinische Epitheton hält eine Überraschung bereit. Lucius war in Rom das Wort für den Hecht, und heute dient es als Artname eben dieses Hechts. Auf den ersten Blick leuchtet der Vergleich ein — langer Körper, spitzer Kopf, Lauern unter den Pflanzen —, doch hier trägt ihn ein Fisch tropischer Bäche und Reisfelder, der mit dem europäischen Esociden nicht das Geringste zu tun hat.

Quellen: fishbase.se · api.gbif.org

Verwandte Arten