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ArtenKnoten
Gestreifter Seewolf
Foto: Piscary

Gestreifter Seewolf

Anarhichas lupus · Anarhichadidae

  • Meer
  • Grundfische
  • Mittel
  • Größe

    60–150 cm

  • Gewicht

    2,0–24 kg

  • Tiefe

    1–600 m

Wo fangen

  • Riff
  • Felsküste

Symbole der Lebensräume: Flaticon

Nordischer demersaler Fisch mit langgestrecktem Körper, kräftigen Kiefern und auffälligen Eckzähnen zum Zermalmen von Krebstieren und Muscheln.

Kalender

In 10 Ländern nachgewiesen

Grönland · Island · Kanada · Norwegen · Russland · Schweden · Spitzbergen und Jan Mayen · St. Pierre und Miquelon · Vereinigte Staaten · Vereinigtes Königreich

GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.

Sein Verbreitungsgebiet

Im Nordostatlantik reicht das Areal von Spitzbergen südwärts bis zum Weißen Meer, an den skandinavischen Küsten entlang, durch die Nordsee und die Britischen Inseln bis in den nördlichen Teil des Golfs von Biskaya, Island und Südostgrönland eingeschlossen. Im Nordwesten geht es vom südlichen Labrador und Westgrönland bis Cape Cod, selten bis hinunter nach New Jersey.

An den Rändern steht ein Vorbehalt, den man leicht verliert. Die Quelle behandelt Meldungen aus der Ostsee und dem Mittelmeer als fraglich — allenfalls Irrgäste, bis die ursprünglichen Nachweise geprüft sind. Der Südrand jeder Karte dieser Art ist also weicher, als die Karte aussehen lässt.

Erkennen

Zehn bis 15 dunkle Querbinden ziehen über den Körper und laufen in die Rückenflosse hinauf. An einem langen, fast aalförmigen Tier ist das die Zeichnung, die man zählt, und der Name, den dieser Katalog führt — Gestreifter Seewolf —, hält sie als Merkmal der Art fest.

Die Grundfarbe ist meist graugrün, geht aber am einen Ende ins fast Schwarze und am anderen ins Rotbraune, sodass es die Binden sind, die über Individuen und Meeresgebiete hinweg Bestand haben, und nicht der Ton darunter.

Bei den Kiefern ist Sorgfalt in der Formulierung nötig. Die veröffentlichte Diagnose der Art hält sich an Farbe, Binden und Körperform und beschreibt das Gebiss überhaupt nicht; die Katalogbeschreibung, die diese Seite wiedergibt, tut es und nennt kräftige Kiefer mit auffälligen Fangzähnen zum Zermalmen von Krebstieren und Muscheln. Welche der beiden dem Leser mehr nützt, entscheidet die Nahrung: Ein Speisezettel aus hartschaligen Weichtieren, Krabben, Hummern und Seeigeln muss geöffnet und nicht gefangen werden, und kein Fisch hält diese Nahrung mit einem gewöhnlichen Maul.

Fortpflanzung

Das Männchen bewacht das Gelege bis zum Schlupf, und die ganze Zeit über frisst es kaum.

Ein langes Fasten im Dienst von Eiern ist eine teure und eine seltene Strategie, und sie erzeugt eine bestimmte Verwundbarkeit. Ein wachendes Männchen ist ortsfest, auffindbar und über Wochen an eine Stelle gebunden. Es zu entnehmen entfernt nicht einen Fisch, sondern ein Gelege dazu, und es zu stören kostet einen Einsatz, den es nicht wieder hereinholen kann — die Fresssaison hat es bereits dafür ausgegeben.

Die Länge bei Eintritt der Geschlechtsreife liegt bei 55 cm, in einer Spanne von 50 bis 60.

Das Wasser, das er braucht

Felsgrund, mitunter über Sand oder Schlamm, von 1 bis 500 m, mit 18 bis 110 als üblichem Band.

Ein Meter bis 500 ist eine außerordentliche Spanne, und sie will wörtlich gelesen werden. Dieselbe Art kann einem bei Niedrigwasser in einem Tümpel an norwegischer Küste begegnen und in einem tiefen Hol vor Neufundland. Was sie sucht, ist Fels; in welcher Tiefe der Fels vorkommt, ist nicht ihre Sorge — deshalb beschreibt keine einzelne Tiefe sie, und deshalb liegt das übliche Band so viel flacher als das Maximum.

Sie lebt am Grund und einzeln. Im ganzen Erwachsenenleben gibt es keinen Schwarm.

Gewässer

  • Norwegische See und Skandinavien
  • Island
  • Nordsee
  • Nordöstliche Küsten Nordamerikas
  • Felsriffe und Felsabhänge

Techniken

  • Grundangeln im Stillstand
  • Köderangeln vom Ufer oder Boot
  • Langsames Driftangeln
  • Beschwertes Paternostersystem

Köder

  • Krabben und Krebstierstücke
  • Muscheln (Miesmuscheln, Wellhornschnecken)
  • Einsiedlerkrebse
  • Fischfetzen
  • Seeigel

Was er frisst

Fische, hartschalige Weichtiere, Krabben, Hummer, Seeigel und andere Stachelhäuter.

Alles nach dem ersten Wort dieser Liste ist gepanzert. Dicke Schalen und Seeigel sind auf kaltem Fels beinahe überall reichlich und weitgehend unbestritten, gerade weil so wenige Fische in sie hineinkommen — diese Art frisst den Teil des Riffs, an dem ihre Nachbarn vorbeigehen müssen. Erkauft ist das mit einem Kopf, der auf Druck und nicht auf Tempo gebaut ist, weshalb auch nichts an ihr auf einen Verfolgungsjäger hindeutet.

So fängt man ihn

Die Struktur ist die ganze Suche. Ein Einzelgänger bedeutet, Fels abzusuchen, statt auf das Eintreffen eines Schwarms zu warten, und ein ertragreicher Platz hält einen Bewohner und keine Population.

Die Köder sind die Nahrung: Krabben und Krebstierstücke, Miesmuscheln und Wellhornschnecken, Einsiedlerkrebse, Seeigel, Fischfetzen. Wer zuerst auf Fisch setzt, bleibt hier zurück, was auf einem Grund ungewöhnlich ist, auf dem alles andere, was beißt, Fisch will.

Zum Abhaken gehört ein Werkzeug und keine Hand. Was eine Diagnose über die Zähne festhält oder nicht, ändert nichts daran: In ein Tier, das sein Brot mit dem Öffnen von Seeigeln verdient, greift man nicht hinein, und die vernünftige Reihenfolge lautet erst die Zange, dann das Foto.

Schutzstatus

Das wachende Männchen ist die Angriffsfläche. Es ist unbeweglich, auffindbar, fastend und hält das Gelege, was die Fortpflanzungszeit zu der Zeit macht, in der Entnahmen am meisten kosten und am leichtesten gelingen.

Die Bindung an Fels fügt eine zweite hinzu. Grundgeschirr, das über hartem Grund gezogen wird, nimmt den Lebensraum und das Tier im selben Zug, und diese Art hat keinen anderen Untergrund, auf den sie ausweichen könnte — Sand und Schlamm erscheinen in ihrer Beschreibung als Orte, an denen sie mitunter angetroffen wird, nicht als Orte, an denen sie lebt.

Das Einzelgängertum schließt die Beweisführung. Es gibt keinen Schwarm in Reserve: Einzeltiere werden einzeln ersetzt, vom benachbarten Fels her, in dem Tempo, das ein mit 55 cm reif werdender Fisch zustande bringt. Ein von Seewölfen leer gefischtes Riff füllt sich nicht so wieder auf wie ein Riff, das einen Schwarmfisch verloren hat.

Vorschriften

In mehreren Regionen, insbesondere vor Nordamerika, als gefährdet eingestuft; örtliche Vorschriften und Fangmengen beachten.

Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.

Weitere Namen

Im Englischen Atlantic wolffish, und fünf der sechs Namen, die dieser Katalog führt, greifen nach demselben Bild: ein Wolf im Französischen, Deutschen und Portugiesischen, ein Hund im Spanischen. Nur das Deutsche legt etwas zu, und was es zulegt, sind die Streifen.

Was keiner von ihnen erwähnt, ist, wozu das Maul eigentlich da ist. Die Benennung hat sich auf den Eindruck festgelegt, den die Kiefer machen, und die Nahrung verfehlt, für die sie da sind: Schalentiere. Das Epitheton lupus wiederholt den Wolf ein siebtes Mal, der wissenschaftliche Name ist also nicht besser unterrichtet als die volkstümlichen.

Quellen: fishbase.se · api.gbif.org

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