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ArtenKnoten
Pazifischer Heilbutt
Foto: Piscary

Pazifischer Heilbutt

Hippoglossus stenolepis · Pleuronectidae

  • Meer
  • Plattfische
  • Mittel
  • Größe

    258 cm

  • Gewicht

    363 kg

  • Lebensdauer

    55 Jahre

  • Tiefe

    0–1.200 m

Wo fangen

  • Felsküste

Symbole der Lebensräume: Flaticon

Der Pazifische Heilbutt ist ein großer, ovaler Plattfisch mit grünlich-brauner Oberseite, der auf felsigen und sandigen Böden in den kalten Gewässern des Nordpazifiks lebt. Als aktiver Räuber jagt er Fische, Krabben und Kraken in Tiefen von über 1000 m.

Kalender

In 2 Ländern nachgewiesen

Kanada · Vereinigte Staaten

GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.

Sein Verbreitungsgebiet

Das Areal bildet einen Saum um den Nordpazifik: Hokkaidō und das Ochotskische Meer im Westen, nach Norden bis in die südliche Tschuktschensee, und an der amerikanischen Seite hinunter bis Point Camalu in Niederkalifornien.

Zu lesen ist die Form, nicht ihre äußersten Punkte. Tschuktschensee und Niederkalifornien sind die Ränder der Nachweise und keine Orte, an denen der Fisch gewöhnlich lebt; dazwischen besetzt die Art die Kontinentalschelfe und deren Kanten lückenlos. Beide Schenkel des Saums sind Küsten kalter Strömungen. Die Lücke in der Mitte ist der offene Pazifik, und den überquert ein Bodenfisch nicht.

Erkennen

Die Abgrenzung gegen den atlantischen Verwandten gelingt nicht am Fisch selbst. Die Rückenflossenstrahlen liegen hier bei 90 bis 106 gegen 98 bis 110 dort, die Afterflossenstrahlen bei 69 bis 80 gegen 73 bis 85: Die Spannen überschneiden sich fast über ihre ganze Länge und entscheiden nichts. Was die beiden Arten trennt, ist ein Ozean, und ihre Areale berühren sich an keiner Stelle. Es sind die beiden größten Plattfische der Welt, je einer pro Wasserhalbkugel, und ein Fisch dieses Zuschnitts im Nordpazifik ist durch Ausschluss dieser hier.

Am Tier selbst lohnen sich drei Merkmale. Die Rückenflosse setzt über dem Vorderrand der Pupille des oberen Auges an, bleibt niedrig und steigt erst zu ihrer Mitte hin an. Die Schwanzflosse ist breit und leicht halbmondförmig — ein Ruder, um sich in der Strömung zu halten, nicht der abgerundete Fächer eines Fisches, der den Schlick nie verlässt. Die Brustflossen sind klein. Die Wirbelzahl beträgt 49 bis 51.

Das Wasser, das er braucht

Die gesamte Fischerei beruht auf einer einzigen jahreszeitlichen Wanderung. Ältere Heilbutte überwintern im tiefen Wasser an der Kante des Kontinentalschelfs und ziehen für den Sommer ins flache Küstenwasser, zwischen 27 und 274 m. Der Fisch kommt zur Küste; die Boote müssen die Schelfkante nicht erreichen.

Auch das Alter sortiert die Tiefen. Junge Fische stehen ufernah und ziehen mit dem Wachstum hinaus, woraus sich das widersinnig wirkende Ergebnis ergibt, dass der flachste Grund die kleinsten Tiere hält, während der tiefere Sommergrund die großen trägt.

Die belegte Tiefe reicht von der Oberfläche bis 1.200 m, und die Bodenart zählt wenig: Die Art wird über ganz verschiedenen Gründen gefangen und ist an keinen davon gebunden.

Gewässer

  • Tiefgründige Gewässer Alaskas
  • Pazifische Kontinentalschelfe
  • Unterwassergruben
  • Kalte Küstengewässer

Techniken

  • Tiefwasser-Lebendköderangeln
  • Schweres Jigging
  • Bootsgrundangeln auf Drift
  • Grundlangangel

Köder

  • Lachsstücke
  • Ganzer Hering
  • Tintenfisch
  • XXL-Softlure

Was er frisst

Fische, Krabben, Muscheln, Kalmare und andere Wirbellose. Am meisten sagen die Muscheln. Ein Fisch, der Schalentiere frisst, arbeitet im Sediment und nimmt Beute, die sich überhaupt nicht bewegen kann — so sieht der Speisezettel eines großen Räubers für gewöhnlich nicht aus.

Der Rest der Liste ist beweglich, und die oben beschriebene halbmondförmige Schwanzflosse gehört zu demselben Tier. Das hier ist ein Bodenfisch, der auch etwas niederjagen kann.

So fängt man ihn

Die Saison gibt der Fisch mit seinem eigenen Kalender vor. Der Sommer stellt die erwachsenen Tiere in 27 bis 274 m Küstenwasser, der Winter an die Schelfkante, tiefer und weiter draußen. Ein Sommerplatz und ein Winterplatz sind nicht derselbe Platz, und kein Aufwand macht aus dem einen den anderen.

Die Tiefe entscheidet auch darüber, was sich später noch entscheiden lässt. Ein Fisch, den man von der Schelfkante heraufholt, hat unterwegs keinen Druckausgleich vollzogen; die Wahl zwischen Zurücksetzen und Mitnehmen fällt also, bevor der Köder absinkt, und nicht erst, wenn das Tier längsseits liegt. Im flacheren Sommerband entspannt sich dieser Zwang erheblich.

Über die Altersstaffelung folgt die Größe der Tiefe. Eine Serie kleiner Fische in Ufernähe ist kein schlechter Tag, sondern die falsche Tiefe für das, was man wollte.

Die Fischerei ist reguliert, auf beiden Seiten des Ozeans und nicht auf dieselbe Weise. Was zu einem bestimmten Zeitpunkt gilt, ist bei der zuständigen Behörde zu erfragen.

Schutzstatus

Fünfundfünfzig Jahre belegter Lebensdauer rahmen alles Übrige ein. Ein Bestand dieser Art besteht aus Jahrzehnten angesammelter Überlebender, und die Länge bei der ersten Geschlechtsreife führt die Referenzquelle nicht einmal auf — das Alter also, ab dem ein Weibchen beizutragen beginnt, klärt die Grundliteratur nicht.

Die Sommerwanderung ist die Schwachstelle. Für einige Monate im Jahr verlässt der erwachsene Bestand die Schelfkante und sammelt sich in Küstenwasser, das flach genug für kleine Boote ist; ein Tier, das sonst über 1.200 m Tiefe verteilt lebt, wird damit in seinem ganzen Areal auf einmal erreichbar. Diese Ballung sagt nichts darüber, wie viele es sind.

Beide Schenkel des Areals werden stark befischt und verteilen sich auf mehrere nationale Zuständigkeiten. Der Fisch überschreitet die Grenzen der Bewirtschaftung; die Fischerei tut es nicht.

Vorschriften

Die geltenden lokalen Vorschriften beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangmengen).

Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.

Weitere Namen

Pazifischer Heilbutt, im Handel auch Alaska-Heilbutt oder Nordheilbutt, immer derselbe Fisch.

Das Wort Heilbutt klebt an genug nicht verwandten Plattfischen, um für sich allein wertlos zu sein. Der Kalifornische Heilbutt, Paralichthys californicus, teilt sich die Küste mit dieser Art, gehört einer anderen Familie an und ist überhaupt kein Hippoglossus; er ist der Fisch, der in Südkalifornien am häufigsten als Heilbutt verkauft wird. Der Schwarze Heilbutt wiederum ist eine dritte Gattung.

Stenolepis heißt schmalschuppig, und das ist immerhin ein Merkmal und keine Marktbehauptung. Das Japanische sagt ohyō.

Quellen: fishbase.se · api.gbif.org

Verwandte Arten