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ArtenKnoten
Gemeiner Snook
Foto: Piscary

Gemeiner Snook

Centropomus undecimalis · Centropomidae

  • Meer
  • Küstenmeer
  • Mittel
  • Größe

    50–140 cm

  • Gewicht

    1,0–24 kg

  • Lebensdauer

    7 Jahre

  • Wassertemp.

    25–31 °C

Wo fangen

  • Mündung

Symbole der Lebensräume: Flaticon

Kräftiger küstennaher Fisch mit langgestrecktem Körper und ausgeprägter schwarzer Seitenlinie, geschätzt für seine explosiven Drills und sein feines Fleisch.

Kalender

In 17 Ländern nachgewiesen

Belize · Brasilien · Costa Rica · Französisch-Guayana · Guadeloupe · Guatemala · Guyana · Honduras · Kolumbien · Kuba · Mexiko · Panama · Puerto Rico · Suriname · Trinidad und Tobago · Venezuela · Vereinigte Staaten

GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.

Sein Verbreitungsgebiet

Das dokumentierte Temperaturband reicht von 25 bis 31 Grad, was schmal ist, und daraus ergibt sich der Zuschnitt des Areals. Der zusammenhängende Teil verläuft von Südflorida und dem südöstlichen Golf von Mexiko über den größten Teil der Antillen und die karibischen Küsten Mittel- und Südamerikas bis nach Rio de Janeiro.

North Carolina und Texas erscheinen danach als eigene Einträge und nicht als Verlängerung dieser Linie. Sie sind der kalte Rand eines tropischen Fisches: Orte, die er erreicht und in manchen Jahren hält, auf Breiten, wo ein einziger Kälteeinbruch die Besiedlung wieder aufhebt.

Erkennen

Eine schwarze Linie ist über die Flanke gezogen. Die Seitenlinie eines Snooks ist pigmentiert, scharf abgesetzt und auf dem Silber nicht zu verwechseln. Was der Zählung bleibt, ist die Einordnung in die Gattung: 67 bis 72 durchbohrte Schuppen auf dieser Linie, vom Kopf bis zur Schwanzwurzel.

Der Rest der Flossenformel ist kurz. Acht oder neun Rückenflossenstacheln, 10 Weichstrahlen, drei Afterflossenstacheln und sechs Weichstrahlen. Die letzte Zahl ist die, die man behält: sechs ist ein niedriger Wert, und aus solchen Werten baut sich ein Bestimmungsschlüssel. Der Körper ist spindelförmig.

Fortpflanzung

Reife Fische sammeln sich die Laichzeit über, von Mai bis September, an den Einfahrten und Flussmündungen.

Fünf Monate Konzentration an schmalen Durchlässen sind die ganze Verwundbarkeit der Art. Fische, die sich das übrige Jahr über meilenweite Mangroven und Ästuare verteilen, ziehen sämtlich durch dieselben paar hundert Meter Wasser, zu einer Jahreszeit, die jeder nachschlagen kann.

Daneben gibt es jahreszeitliche Wanderungen ins Süßwasser, und die Quelle sagt unumwunden, dass sie schlecht verstanden sind. Das ist eine eingestandene Lücke bei einem stark befischten Tier, und sie hat eine praktische Kante: Niemand kann beziffern, was eine Querverbauung im Ästuar einen Bestand kostet, dessen Süßwasserphase nie kartiert wurde.

Die Geschlechtsreife tritt ab 42 cm ein. Das höchste gemeldete Alter liegt bei sieben Jahren.

Das Wasser, das er braucht

Erwachsene Fische nutzen Küstengewässer, Ästuare und Lagunen, dringen ins Süßwasser vor und stehen meist innerhalb von 20 m. Die Mangrove wird eigens genannt, und sie ist der Begriff, der alles Übrige zusammenhält.

Fast alles an diesem Tier liest sich wie ein Lastenheft für Mangrove und Ästuar: flach, warm, geschützt, von Wurzeln und Rinnen gegliedert statt von Fels oder Riff. Der Gemeine Snook ist ein Fisch der Kanten — dort, wo eine Rinne auf ein Wurzelgeflecht trifft, wo eine Flachwasserbank in einen Priel abfällt, wo bewegtes Wasser auf stehendes stößt.

Gewässer

  • Florida und Golf von Mexiko
  • Karibik
  • Küsten Mittelamerikas
  • Ästuare Brasiliens
  • Einfahrten und Flussmündungen

Techniken

  • Spinnfischen mit Ködern
  • Sichtangeln in den Mangroven
  • Angeln mit Lebködern
  • Fliegenfischen
  • Nachtangeln unter Stegbeleuchtung

Köder

  • Meeräschen und lebende Köderfische
  • Lebende Garnelen
  • Gummifische (Shads)
  • Harte Wobbler/Jerkbaits
  • Fliegen-Streamer

Was er frisst

Die Beuteliste ist spezifisch genug, um zu nützen. Fische aus drei Familien — Grundeln, Mojarras und Sardellen —, dazu Krebstiere, Garnelen und Krabben.

Kein einziger Eintrag darauf ist ein Riff- oder ein Freiwasserfisch. Diese drei Familien stellen die kleinen silbrigen Bewohner der Ästuare, der Mangrovenpriele und der Strandkanten, und das belegt besser als jede Lebensraumliste, wo der Räuber sein Auskommen findet.

Damit ist auch der Köder entschieden. Eine lebende Garnele und ein kleiner Köderfisch aus dem Ästuar sind hier kein Kompromiss; sie sind das, wovon das Tier sein Leben lang frisst.

So fängt man ihn

Struktur und Kante zuerst, alles andere danach. Die Stellen sind Flussmündungen, Einfahrten, Mangrovenrinnen und die Unterläufe der Flüsse, in weniger als 20 m Wasser, und der Fisch steht an der Deckung, nicht davor.

Die Ansammlung an den Einfahrten von Mai bis September ist das ertragreichste Fenster des Jahres und zugleich das heikelste. Die Fische stehen dicht, sind auffindbar und mit anderem beschäftigt, als das Wasser im Auge zu behalten — eine Verbindung, die Fänge bringt und, hart betrieben, im Jahr darauf nichts mehr bringt.

Dann der Salzgehalt. Dies ist ein amphidromer Fisch, der ins Süßwasser vordringt, und wer an der Tidegrenze aufhört zu suchen, hört zu früh auf. Was die Aktenlage nicht sagen kann, ist, wann er aufsteigt und warum; das Angeln im Süßwasser ist deshalb eine Sache örtlicher Beobachtung und keiner veröffentlichten Saison.

Die übliche Länge liegt bei 50 cm, und sieben Jahre sind das ganze Leben, das zur Verfügung steht, um sie zu erreichen. Das Wachstum ist schnell, der Fisch nicht langlebig — gut zu wissen, bevor man einen großen für einen alten hält.

Schutzstatus

Sieben Jahre Lebensdauer und Geschlechtsreife bei 42 cm ergeben einen schnellen Umschlag, und das spricht für die Art. Ein zurückgeworfener Bestand baut sich in wenigen Jahren wieder auf, was auf die langlebigen Küstenfische, mit denen man ihn gern zusammenfasst, nicht zutrifft.

Die Sollbruchstelle ist die Ansammlung. Fünf Monate, in denen der gesamte Laichbestand eines Küstenstrichs durch eine Handvoll schmaler Öffnungen zieht, bündeln das Risiko so weit, dass kein noch so schnelles Wachstum es ausgleicht.

Den zweiten Druck liefert die Mangrove, und er hat mit der Fischerei überhaupt nichts zu tun: Rodung, Uferverbau und Fahrrinnenausbau nehmen den Boden selbst weg. Der dritte ist das eingestandene Nichtwissen über die Süßwasserwanderungen — ein Bestand kann den Zugang zu einem Teil seines Areals verlieren, ohne dass jemand sagen könnte, wie groß der Verlust ist.

Vorschriften

In Florida streng reguliert (Fangfenster, Tageslimit, Genehmigung und Schonzeiten); örtliche Regelungen beachten.

Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.

Weitere Namen

Im Englischen common snook, und Snook hat mit einem Hecht nichts zu tun: Die Ähnlichkeit im Umriss ist Konvergenz, die Familie sind die Centropomidae. Das Beiwort „gemein" trennt ihn von den übrigen Snooks derselben Gattung, die von ihm über Zählwerte genau der oben genannten Art geschieden werden.

Spanisch und Portugiesisch sagen róbalo und robalo, und damit fängt der Ärger an. Allein in diesem Katalog ist robalo der portugiesische Name dieses Fisches, des Wolfsbarschs, des Japanischen Wolfsbarschs und des Waigieu-Sandbarschs — vier Familien, ein Wort. Ein Marktname in dieser Sprache verortet einen Fisch in einer Körperform, nicht in einer Gattung.

Quellen: fishbase.se · api.gbif.org

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