
Milchfisch
Chanos chanos · Chanidae
- Meer
- Küstenmeer
- Schwer
- Größe
100–180 cm
- Gewicht
11–14 kg
- Lebensdauer
15 Jahre
- Wassertemp.
15–43 °C
- Tiefe
1–30 m
Wo fangen
- Mündung
- Riff
- Strand
Symbole der Lebensräume: Flaticon
Schlanker, kraftvoller silbriger Fisch tropischer Gewässer, in der Aquakultur geschätzt und ein starker Kämpfer an der Angel.
Kalender
In 15 Ländern nachgewiesen
Australien · Ecuador · Französisch-Polynesien · Indien · Indonesien · Japan · Mexiko · Neukaledonien · Panama · Philippinen · Singapur · Südafrika · Taiwan · Thailand · Vereinigte Staaten
GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.
Sein Verbreitungsgebiet
Der Indo-Westpazifik von Südafrika und dem Roten Meer bis Hawaii und zu den Marquesas, nordwärts bis Japan, südwärts bis Victoria in Australien; im Ostpazifik von San Pedro in Kalifornien bis zu den Galápagos. Zwischen 46 Grad Nord und 52 Grad Süd.
Die Extremwerte sind nicht der Bereich, in dem der Fisch tatsächlich lebt. Erwachsene stehen dort, wo das Wasser über 20 Grad hat, und die belegte Temperaturspanne der Art reicht von 15 bis 43 Grad. Bemerkenswert ist die obere Hälfte: Der Milchfisch gedeiht und wächst nachweislich noch bei 32 Grad, also dort, wo sehr viele Meeresfische seiner Größe die Nahrungsaufnahme einstellen. Erst diese Toleranz macht die Aufzucht in flachen tropischen Teichen überhaupt möglich.
Erkennen
Ein kleines, zahnloses Maul an einem Fisch von über einem Meter Länge. Dieses Missverhältnis ist das Bestimmungsmerkmal; es schließt auf einen Blick jeden Raubfisch vergleichbarer Größe aus.
Der Körper ist gestreckt und leicht seitlich zusammengedrückt, oberseits olivgrün, an den Flanken silbern, die unpaaren Flossen dunkel gesäumt. Eine einzelne Rückenflosse sitzt auf halber Körperlänge, die Brustflossen sind sichelförmig, die Schwanzflosse groß und tief gegabelt. Am Bauch fehlen die Kielschuppen — Heringe und Alsen, die denselben Umriss haben, tragen dort einen Kiel aus solchen Schuppen, diesem Fisch fehlt er. Vier Kiemenhautstrahlen, 46 Wirbel. Zwei Hartstrahlen in der Rückenflosse, dahinter 13 bis 17 Weichstrahlen; zwei Hartstrahlen in der Afterflosse mit acht bis 10 Weichstrahlen.
Fortpflanzung
Abgelaicht wird nachts, in klarem Flachwasser über Sand oder Korallen und nie weiter als 30 km vor der Küste. Ein Weibchen gibt bis zu fünf Millionen Eier ab; sie schlüpfen nach etwa 24 Stunden.
Eine einzige Bedingung bestimmt den übrigen Zyklus: Geschlechtsreife Tiere laichen nur in vollmarinem Wasser. Eier und Larven treiben danach zwei bis drei Wochen, die älteren Larven ziehen küstenwärts, und das Jugendstadium verläuft in küstennahen Feuchtgebieten — Mangrove, Ästuar, gelegentlich ein Süßwassersee. Zum Heranreifen kehren Jungfische und Halbwüchsige ins Meer zurück.
Was die Larven brauchen, ist ungewöhnlich genau festgehalten: klares Küsten- oder Ästuarwasser über 23 Grad, ein Salzgehalt zwischen 10 und 32 und reichlich Phytoplankton. Diese drei Bedingungen legen exakt fest, wo sich der Bestand erneuert; eine vierte Möglichkeit gibt es nicht.
Die Geschlechtsreife wird mit etwa 86 cm angegeben, daneben steht eine Spanne von 68 bis 70. Beide Angaben vertragen sich schlecht miteinander — Grund genug, auf keine der beiden Zahlen allein etwas zu stützen. Das höchste gemeldete Alter beträgt 15 Jahre.
Das Wasser, das er braucht
Erwachsene halten sich im offenen Meer und in flachen Küstenbuchten auf, dringen häufig in Ästuare ein und steigen gelegentlich in Süßwasserläufe auf, entlang der Schelfe und rund um Inseln. Sie ziehen in kleinen bis großen Schwärmen küstennah und um Inseln mit gut ausgebildeten Riffen, gewöhnlich in den oberen 15 m, belegt zwischen 1 und 30.
Das Jugendstadium spielt anderswo: in küstennahen Feuchtgebieten auf Meereshöhe, flach und ohne Tiefe. Für diesen Abschnitt des Zyklus gibt es keine Ausweichadresse, und gerade er steht auf keiner Verbreitungskarte der erwachsenen Tiere.
Gewässer
- Tropische Lagunen
- Sandige Flats
- Ästuare und Mangroven
- Küsten des Indopazifiks
Techniken
- Fliegenfischen
- Leichtes Spinnfischen im Flachwasser
- Posenangeln
- Sichtangeln auf den Flats
Köder
- Grünalgen-Imitationen
- Algenfliegen
- Kleine Gummiköder
- Pflanzliche Teigköder
- Brotfliege
Was er frisst
Larven leben von Zooplankton. Jungfische und Erwachsene fressen Cyanobakterien, Weichalgen, kleine bodenbewohnende Wirbellose sowie pelagische Fischeier und -larven.
Bemerkenswert ist der erste Eintrag dieser Liste. Ein Fisch dieser Größe, der sich weitgehend von Blaualgenmatten ernährt, hat eine Nahrungsgrundlage, um die kein Raubfisch mit ihm streitet und die binnen Tagen nachwächst — darauf beruht die gesamte Teichwirtschaft, die sich um die Art gebildet hat.
Die Eier und Larven am anderen Ende der Liste werden ohne jedes Gebiss aufgenommen. Ein zahnloses Maul, das durch eine Wolke fremder Laichprodukte zieht, nimmt sie mit dem Wasser auf; gejagt wird dabei nicht.
So fängt man ihn
Was Beute nachahmt, hat hier keinen Zweck, und das Maul entscheidet das, bevor über Gerät gesprochen wird. Was funktioniert, passt zu einem Weidegänger: Grünalgen-Imitationen, Algenfliegen, die als Kraut durchgehen, pflanzliche Teigköder, eine Brotfliege — alles fein gefischt.
Die Plätze sind die sandigen Flats, Lagunen, Ästuarränder und Riffsäume, an denen die Schwärme arbeiten, bei Wassertemperaturen über 20 Grad. Vieles davon ist Sichtangeln — ein Schwarm, der über ein Sandflat weidet, ist zu sehen, und man wirft ihn an, statt ihn zu suchen.
Der Ruf des Milchfischs gründet auf Kraft, nicht auf Aggression. Die übliche Länge liegt bei 100 cm, die Schwanzflosse ist groß und tief gegabelt, und im Maul ist nichts, was ein Vorfach durchtrennen könnte: Zu halten ist ein großes, schnelles Pflanzenfressertier, das zeitlebens nie etwas hat fangen müssen.
Die Art dient auch selbst als Köderfisch — gut zu wissen, wenn ihr Name im Bericht über eine ganz andere Fischerei auftaucht.
Schutzstatus
Der Druck, der eigens auf diesem Fisch lastet, kommt daher, wie seine Zucht traditionell beschickt wird. Die Larven werden in Flüssen abgefischt und in Aufzuchtteichen weitergezogen — eine Entnahme, die einen Jahrgang trifft, der noch nichts fortgepflanzt hat, und deren Umfang sich nach dem Bedarf an Besatz richtet statt nach dem Zustand des Wildbestands.
Die Quellen nennen auch den Ausweg, und er gehört neben das Problem. Laichfische lassen sich in Gefangenschaft heranziehen und zum Ablaichen bringen, Larven im Bruthaus erzeugen. Die Abhängigkeit von wilder Brut ist eine Gewohnheit, keine Notwendigkeit.
Im Übrigen hängt der Nachwuchs am Zustand des Ästuarwassers, weil die Larven Bestimmtes verlangen: Klarheit, mehr als 23 Grad, einen Salzgehalt von 10 bis 32, Phytoplankton in Menge. Sediment aus Küstenbaumaßnahmen greift die erste dieser Bedingungen unmittelbar an — und die Feuchtgebiete, in denen die Jungfische stehen, sind genau das Gelände, auf dem gebaut wird.
Zum Schluss ein grundsätzlicher Punkt. Geschlechtsreife Tiere laichen nur in vollmarinem Wasser; eine Population, die in einem Teich, einer Lagune oder einem See eingeschlossen ist, frisst, wächst und reift heran, ohne etwas hervorzubringen. Alles, was an einem solchen Ort geerntet wird, ist zuvor dorthin gebracht worden.
Vorschriften
Die jeweils geltenden lokalen Vorschriften beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangquoten).
Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.
Weitere Namen
Milchfisch und das englische milkfish sagen dasselbe. Französisch, Italienisch und Portugiesisch übernehmen den Gattungsnamen unverändert — chano —, wie es einem Fisch zu geschehen pflegt, den eine Sprache nie zu benennen hatte. Das spanische sabalote ist die Ausnahme; es weist auf die Alsen, wohin der Umriss ihn stellen würde.
Gewicht haben die Namen aus den Ländern, in denen der Fisch gegessen wird. Bangus auf den Philippinen und bandeng in Indonesien gehören zu zwei der größten Teichwirtschaften überhaupt, und jedes der beiden Wörter benennt das Tier zuverlässiger als jeder europäische Name.
Chanos chanos ist ein Tautonym, Gattung und Art gleich geschrieben. Zugleich ist die Art der einzige lebende Vertreter ihrer Familie — dieselbe Beobachtung in taxonomischer Fassung: Es gibt nichts, das ihr nahe genug stünde, um unterschieden werden zu müssen.
Quellen: fishbase.se · api.gbif.org