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ArtenKnoten
Europäischer Seehecht
Foto: Piscary

Europäischer Seehecht

Merluccius merluccius · Merlucciidae

  • Meer
  • Grundfische
  • Mittel
  • Größe

    45–140 cm

  • Gewicht

    0,7–15 kg

  • Lebensdauer

    20 Jahre

  • Tiefe

    18–1.075 m

Wo fangen

  • Felsküste

Symbole der Lebensräume: Flaticon

Schlanker Tiefwasserräuber des Atlantiks und des Mittelmeers, mit großem Maul voller spitzer Zähne und schwärzlicher Mundhöhle.

Kalender

In 14 Ländern nachgewiesen

Albanien · Algerien · Dänemark · Frankreich · Irland · Isle of Man · Israel · Italien · Kroatien · Montenegro · Norwegen · Schweden · Spanien · Vereinigtes Königreich

GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.

Sein Verbreitungsgebiet

Der Ostatlantik von Norwegen und Island südwärts bis Mauretanien, dazu das Mittelmeer und die Südküste des Schwarzen Meeres.

Dass eine einzige Art den Polarkreis und die Tropen abdeckt, verlangt eine Erklärung, und die Antwort heißt Tiefe. Das Tier lebt zwischen 70 und 400 m, und eine Schicht in dieser Tiefe vor Mauretanien ist nicht das Wasser, das darüber an der Oberfläche steht. Was wie eine außergewöhnliche Temperaturtoleranz aussieht, ist ein Fisch, der sich für ein Stockwerk entscheidet statt für einen Breitengrad und den Ozean an beiden Enden des Gebiets dieselben Bedingungen liefern lässt.

Erkennen

Beginnen wir mit dem, was dieser Fisch nicht ist. Der Katalog führt ihn bei den Merlucciidae, der eigenen Familie der Seehechte; Kabeljau, Seelachs, Wittling und Schellfisch sind Gadidae, Leng und Quappe gehören zu den Lotidae. Die drei Familien werden getrennt gezählt, ehe man sie auseinanderhält, und was sie verbindet, ist eine Ähnlichkeit des Handels, nicht der Verwandtschaft.

Gezählt werden hier zwei Rückenflossen und eine Afterflosse, die zweite Rücken- und die Afterflosse beide eingekerbt — nicht die Anordnung aus dreien und zweien, an der man die Dorsche auf den ersten Blick erkennt. Oben dreiundvierzig bis 51 Weichstrahlen, unten 36 bis 40, keine Stacheln. Die Wirbelzahl liegt bei 50 bis 52, und der erste davon ist samt seinem Dornfortsatz mit dem Schädel verwachsen.

Das Merkmal für draußen ist das Maul, und es kostet eine Sekunde. Maulhöhle und Kiemenhöhle sind innen schwarz. Die Katalogbeschreibung, die auf dieser Seite steht, sagt dasselbe mit anderen Worten und fügt die spitzen Zähne hinzu: zwei Quellen des Bestands, die sich bei einem Merkmal einig sind, was den wenigsten vergönnt ist. Kiefer auf, und die Bestimmung ist erledigt.

Fortpflanzung

Die Art laicht in Schüben, und hinter diesem Wort steckt eine Schwierigkeit, die man sauber ausbreiten sollte: Über die ganze Saison hinweg reifen fortlaufend neue Eizellen nach, was die Fruchtbarkeit unbestimmt macht.

Praktisch heißt das, dass die Eier, die zu einem Zeitpunkt im Eierstock liegen, nicht ergeben, was das Weibchen am Ende hervorbringt. Neue Eizellen bilden sich, während es noch ablaicht. Sie zu zählen liefert eine Momentaufnahme, keine Summe, und damit ist der übliche Weg von einer Zahl von Weibchen zu einer Zahl von Eiern für diese Art versperrt. Das ist ein echtes Hindernis für jede Bestandsabschätzung, und es liegt am Tier, nicht an der Erhebung.

Die Länge bei der ersten Reife beträgt 42,1 cm, bei einer veröffentlichten Spanne von 20 bis 70.

Das Wasser, das er braucht

Die verzeichnete Tiefe reicht von 18 bis 1.075 m, das übliche Band liegt zwischen 70 und 400.

Innerhalb dieses Bandes wechselt die Position mit der Uhr. Erwachsene Tiere stehen tagsüber dicht über Grund und lösen sich nachts davon. Ein Platz führt seine Fische im Lauf von 24 Stunden also auf zwei Höhen, und wer mittags am Grund und nach Einbruch der Dunkelheit im Mittelwasser fischt, befischt nicht versehentlich denselben Bestand — er befischt dieselben Fische unter zwei ihrer Adressen.

Gewässer

  • Tiefe Offshore-Rinnen
  • Kontinentalhang
  • Mittelwasser (100-400 m)
  • Atlantische Strömungszonen

Techniken

  • Tiefes Jiggen
  • Langsames Schlepp-Angeln
  • Angeln mit beschwerten Gummiködern
  • Grundpaternoster-Angeln

Köder

  • Shad-Gummiköder
  • Ganze Tintenfische
  • Totköder (Sandaale)
  • Leuchtende Pirks
  • Oktopusstücke

Was er frisst

Erwachsene fressen Fisch und Tintenfisch. Genannt werden kleine Seehechte, Sardellen, Pilchards, Heringe, Sardinen und Dorschartige; die Jungfische leben von Krebstieren, vor allem von Leuchtkrebsen und Flohkrebsen.

Kleine Seehechte an der Spitze dieser Liste heißt Kannibalismus, und bei dieser Art ist er keine Merkwürdigkeit. Wächst ein starker Jahrgang unter einem großen Bestand erwachsener Tiere heran, gehören eben diese zu dem, was ihn frisst. Der Nachwuchs hängt damit von der Zahl der Erwachsenen negativ ab — umgekehrt also, als die meisten Bestandsrechnungen es voraussetzen.

So fängt man ihn

Der Tag-Nacht-Wechsel ist das Nützlichste auf dieser Seite: bei Tag grundnah, bei Nacht darüber. Alles Weitere ergibt sich daraus, wo der Fisch zur befischten Stunde steht.

Tiefes Jiggen, beschwerte Gummiköder, ganze Tintenfische, Totköder aus Sandaalen und leuchtende Pirks stehen im Katalog, und sie haben allesamt die Gestalt eines Fisches oder eines Tintenfischs, aus dem naheliegenden Grund. Ein erwachsener Seehecht ist ein strikter Räuber schwimmender Beute; was reglos am Grund liegt, spricht ihn nicht an.

Die gewöhnliche Länge liegt bei 45 cm, das brauchbare Band bei 70 bis 400 m. Darunter folgt noch viel verzeichnete Tiefe, die mit gewöhnlicher Angelei nichts zu tun hat.

Schutzstatus

Die Quelle stellt unumwunden fest, dass die Bestände überfischt erscheinen; die Frage lautet also nicht, ob die Art bewirtschaftet werden muss, sondern was ihre Bewirtschaftung so schwer macht.

Drei Dinge tun das. Die unbestimmte Fruchtbarkeit versperrt die übliche Umrechnung von laichenden Weibchen in Eiproduktion und schwächt damit jede Nachwuchsprognose, die darauf aufbaut. Eine Reife, die sich über 20 bis 70 cm verteilt, heißt, dass ein einziger Schwellenwert nicht auf Bestände passt, die 3.000 km auseinanderliegen — was im einen Teil des Gebiets erwachsen ist, ist im anderen ein Jungfisch. Und der Kannibalismus bindet das Überleben eines Jahrgangs an die Zahl der Erwachsenen über ihm, in einer Richtung, die wenige Modelle mitführen.

Fast der gesamte Fang geht frisch in den Handel, ganz oder filetiert. Das ist ein Markt, der Zustand und Behandlung bezahlt und nicht Menge, und er ist der einzige Hebel auf dieser Liste, der auf eine Entscheidung rasch anspricht.

Vorschriften

Die geltenden lokalen Vorschriften beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangquoten).

Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.

Weitere Namen

European hake im Englischen, und die Näherbestimmung leistet die Arbeit. Hake verteilt sich auf ein Dutzend Arten derselben Gattung, zu beiden Seiten des Atlantiks und zu beiden Seiten des Pazifiks — Cape hake, Argentine hake, silver hake, Pacific hake —, sodass das bloße Wort eine Familie und eine Gestalt benennt und nichts darüber verrät, aus welchem Ozean der Fisch gekommen ist.

Das Spanische sagt merluza, das Italienische nasello, das Portugiesische pescada, das Deutsche Seehecht — ein Hecht des Meeres. Die französische Theke führt colin, und sie führt den Seelachs unter demselben Wort: ein Wort, zwei Familien, und dem Schild ist nicht zu entnehmen, welche von beiden auf dem Eis liegt.

Quellen: fishbase.se · api.gbif.org

Verwandte Arten