
Grätenfisch
Albula vulpes · Albulidae
- Meer
- Wanderfische
- Mittel
- Größe
104 cm
- Gewicht
10 kg
- Tiefe
0–84 m
Wo fangen
- Riff
- Strand
Symbole der Lebensräume: Flaticon
Der Bonefish (Albula vulpes) ist ein schlanker Küstenfisch mit blau-silbernem Rücken und perlweißem Bauch, dessen nach unten gerichtete, subterminale Schnauze ideal zum Wühlen in flachen Sandböden geeignet ist. Er bewohnt tropische Tidenflats, Seegraswiesen und Lagunen der Karibik und der warmen Atlantikküsten.
Kalender
In 21 Ländern nachgewiesen
Äquatorialguinea · Bahamas · Belize · Brasilien · Côte d’Ivoire · Gabun · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Kamerun · Karibische Niederlande · Kolumbien · Kongo-Brazzaville · Liberia · Mexiko · Mosambik · Nigeria · Puerto Rico · Senegal · Sierra Leone · Vereinigte Staaten
GBIF-Nachweise – heimische und eingeführte Bestände zusammengefasst.
Sein Verbreitungsgebiet
Warme Meere weltweit: von Kalifornien bis Peru im östlichen Pazifik; von North Carolina bis Florida, die Bahamas, der Golf von Mexiko, die Antillen und die Karibik bis Brasilien; dazu Nachweise aus Kanada im Nordwestatlantik.
Ernst zu nehmen ist die Systematik. Hawaiianisches Material wurde elektrophoretisch überprüft, und der Eintrag hält unumwunden fest, dass Albula vulpes weiter aufgeteilt werden könnte. Die westafrikanische Form ist bereits als Albula goreensis abgetrennt.
Die Karte darüber zeigt also womöglich mehrere Arten unter einem Namen. Das zählt für jeden, der zwei Reiseziele vergleicht, und noch mehr für jeden, der eine Studie liest: Wachstum, Reife und Wanderung, in einem Archipel gemessen, lassen sich nicht auf einen anderen übertragen, wenn dort andere Tiere leben.
Erkennen
Ein Merkmal dieses Fisches ist von merkwürdiger Genauigkeit: Zwischen je zwei Strahlen der Rücken- und der Afterflosse sitzt auf jeder Seite der Membran eine einzelne lange Schuppe. Schuppen in einer Flossenmembran, eine je Zwischenraum, sucht keine Hand von sich aus, und die Beschreibung hält sie dennoch fest.
Die Alltagsarbeit erledigt die Schnauze. Sie ist stumpf kegelförmig und ragt über das Maul hinaus, das unter dem Kopf liegt — das Profil eines Tieres, das Sediment bearbeitet, und die Form, die die Gattung auf einen Blick festlegt.
Festgenagelt wird die Art dann über eine Reihe von Abwesenheiten, so hält es die Literatur. Der letzte Strahl der Rücken- und der Afterflosse ist nicht verlängert. Die Kopfregion ist nackt. Auf dem Kopf gibt es weder Fleck noch Band. Der Rand der Nasenöffnung ist nicht schwarz. Dazu silbrige Flanken mit dunkel getönten Flossen und einer gelben Brustflossenbasis, 15 bis 19 Strahlen in der Rückenflosse, sieben bis neun in der Afterflosse, 69 bis 74 Wirbel, 12 bis 14 Kiemenhautstrahlen und Achselschuppen an der Basis der Brust- und der Bauchflossen.
Fortpflanzung
Gelaicht wird im freien Wasser, und die Eier sind pelagisch. Das ist der ganze Eintrag.
Die Reifeangaben lohnen den genauen Blick, denn sie widersprechen einander. Die Länge bei der ersten Geschlechtsreife wird mit 37,5 cm angegeben, daneben steht eine Spanne von 21 bis 36 cm: Der Einzelwert liegt über dem oberen Ende seiner eigenen Spanne. In der Zusammenstellung stimmt etwas nicht, und die ehrliche Lesart lautet, dass die Reife irgendwo bei gut dreißig Zentimetern liegt und dass diese Akte nicht auf die Nachkommastelle genau zitiert werden kann.
Zu beachten ist auch, was fehlt. In dieser Verwandtschaft ist die Larve das interessante Stadium, und diese Unterlage sagt zur Larvalentwicklung überhaupt nichts. Was die Jungen zwischen dem pelagischen Ei und dem Flat auch tun mögen, die Referenz beschreibt es nicht.
Das Wasser, das er braucht
Flaches Küstenwasser, Ästuare und Buchten, über Sand und Schlamm. Das übliche Band liegt bei einem bis 15 m — und der verzeichnete Bereich reicht bis 84. Auf den Flats findet die Fischerei statt; die Grenze dessen, wo der Fisch lebt, ist das nicht.
Zwei Einträge ändern, wie ein Flat zu lesen ist. Die Rückenflosse kann über die Oberfläche ragen, das Tier lässt sich also mit dem Auge finden und nicht bloß erraten. Und die Fische stehen häufig in Schwärmen, die großen ausgenommen, die einzeln ziehen: einem großen Grätenfisch nachzustellen und einem Schwarm nachzustellen sind zwei verschiedene Übungen auf demselben Wasser, mit verschiedenen Zeichen zu lesen.
Die Physiologie hält einen Kunstgriff bereit. Die Art erträgt sauerstoffarmes Wasser, indem sie Luft in eine Schwimmblase aufnimmt, die wie eine Lunge arbeitet. Das steht als Toleranz da und nicht als Bedürfnis, und in dieser Unterscheidung liegt die brauchbare Hälfte — das ist ein Fisch, der schlechtes Wasser nutzen kann, wenn er muss, und keiner, der ständig zum Luftholen auftauchen müsste.
Gewässer
- Flache Seegraswiesen
- Tropische Lagunen
- Sandstrände
- Mangrovenränder
Techniken
- Leicht-Spinnfischen
- Fliegenfischen auf dem Flat
- Naturgarnele auf Drift
- Leichtes Spinning
Köder
- Lebende Garnele
- Sandkrabbe
- Finesse-Gummifisch
- Meerespolychaeten
Was er frisst
Die Nahrung lebt ausnahmslos am Grund: Würmer, Krebstiere und Weichtiere, aus Schlamm und Sand herausgelesen.
Die Unterlage vermerkt den Widerspruch selbst — der Fisch ist mehr oder weniger pelagisch und frisst Benthos. Ein pelagischer Bau über einer Bodennahrung ergibt die Haltung, für die die Art bekannt ist: den Kopf unten im Sediment, den Schwanz aus dem Wasser heraus. Und er entscheidet, was ans Ende der Schnur kommt. Eine Garnele oder eine Krabbe, die still am Grund sitzt, ist die Nahrung. Was vorbeischwimmt, ist es nicht.
So fängt man ihn
Alles, was die Unterlage sagt, weist in dieselbe Richtung, und es erklärt die Form, die diese Fischerei angenommen hat. Das Tier steht auf flachem Sand und Schlamm, es frisst kopfüber im Sediment, seine Rückenflosse kann die Oberfläche durchstoßen, und die großen ziehen allein. Gefangen wird es, indem man es zuerst sieht.
Warum nichts entnommen wird, erklärt dann das Fleisch. Es ist grätig und wenig geschätzt, und derselbe Absatz, der es als Speise abtut, nennt die Art einen der wichtigsten Sportfische der Welt. Beide Tatsachen hängen zusammen: Niemand hatte je einen Grund, einen mit nach Hause zu nehmen, also war eine Fischerei mit Zurücksetzen die einzig mögliche.
Aktenkundig sind außerdem Meldungen über Ciguatera-Vergiftungen, was die Frage für jeden erledigt, der in Versuchung gerät.
Artenschutz · Potenziell gefährdet (IUCN) — Diese Art ist im Rückgang. Setze deine Fänge zügig zurück und behandle sie schonend — nasse Hände, so kurz wie möglich außerhalb des Wassers.
Schutzstatus
Der Druck liegt nicht auf dem Fisch, er liegt auf dem Grund, auf dem er steht. Flache Sand- und Schlickflächen in Buchten und Ästuaren sind das Erste, was eine sich entwickelnde tropische Küste ausgibt: ausgebaggert, aufgeschüttet, eingemauert oder schlicht eingetrübt von dem, was nebenan gegraben wird. Ein trüb gewordenes Flat lässt sich nicht mehr mit dem Auge abjagen, und der Fisch sieht darauf seine eigene Nahrung ebenso wenig.
Das Zurücksetzen ist eine echte Entlastung und verdient es, als solche benannt zu werden. Eine Fischerei, die nichts behält, übt einen Bruchteil des Drucks aus, den eine ausübt, die es tut.
Was all das zu messen verhindert, ist die Systematik. Deckt der Name mehrere Arten, bleibt der Rückgang einer von ihnen in einer Bewertung unsichtbar, die über alle zusammen erstellt wurde — und die hier zugrunde gelegte Bewertung stammt von 2011.
Vorschriften
Die vor Ort geltenden Vorschriften beachten (Mindestmaß, Schonzeiten, Fangquoten).
Nur zur Orientierung. Mindestmaße, Quoten und Schonzeiten variieren je nach Ort und Saison: Informiere dich vor dem Angeln stets über die aktuell geltenden lokalen Vorschriften.
Weitere Namen
Bonefish heißt er überall, auch unter Anglern, die andere Sprachen sprechen, und der Name sagt genau das, was die Unterlage über das Fleisch sagt: grätig, wenig geschätzt. Ein Name, der die Leute davon abhält, einen Fisch zu essen, hat mehr für ihn getan als jede Maßnahme zu seinen Gunsten. Der deutsche Name überträgt die Beobachtung Zeichen für Zeichen: Grätenfisch.
Macabí ist der karibisch-spanische Name. Im brasilianischen Portugiesisch heißt er ubarana, ein Wort, das dieser Katalog auch dem Frauenfisch gibt — eine andere Familie, ähnliches Silber, ähnliches Wasser, ein Wort für beide.
Der wissenschaftliche Name macht denselben Scherz zweimal. Albula ist die kleine Weiße; vulpes ist der Fuchs, wegen der Schnauze.
Quellen: fishbase.se · api.gbif.org